Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Glaubwürdige Nachricht von der in Polen und Lithauen befindlichen Sekte: Chasidim genannt
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 23)
- Language
- German
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33° . .; . Die Absicht, welche ich durch diese Reise zu erreichnr trachtete, war, a» die Plätze, wo diese Menschen noch, ihres Namens und der frommen Larve wegen, welche sic vors Gesicht nahmen, in Ansehen >und Ruf der Heiligkeit standen, zu gehe», und sie dort öffentlich ans Licht zu stellen. Ich nahm daher an 450 Stück Exemplare von meinen beiden hcrausgcgcbmcn Schriften, und reiste damit nach Krakau. Untcrwcgcs fand ich hier und dort einzelne zerstreut wohnende Mitglieder dieser Sekte, und da ich von diesen fürchtete, daß sie ihre epidemische Krankheit weiter verbreiten möchten, so suchte ich diesem durch öffentliche Predigten vorzubcugcn, welche auch ihren Eurzweck nicht .verfehlten. Ich kam endlich, nach mehreren solchen unternommenen Kuren im Monat Iuly 179z nach Krakau. Dort meldete ich mich den vorgeschricbenen Gesetzen gemäß, bei der Landesregierung, von welcher ich mit meinen Schriften ans dortige Reoisionsanit verwiesen wurde, wo sie noch einmal durckgcschen wurden; und als sie auch von diesem die Approbation erhalten hatten, so trug ich gar kein Bedenken, nach erhaltenem Revisionsschein mir meinen Schriften nach Lemberg zu reisen. Ich bediente mich auch auf dieser Reise meines b'shec so gut gewirkten Hcilungsmiktcls, bis ich endlich in Stsesch ow, wo diese Pest schon zu sehr grassirte, nicht allein mein Präservativ nicht anwendcn konnte, sondern sogar angcklagt würde, daß ich meine Glaubensgenossen krank machen wollte; und besonders darüber, daß ich, trotz aller Verbote, Schriften aus dem Preußische» in die Kaiserliche» Lande ohne Erlaubniß eingeftihrt hatte. Ich wurde nach dieser Anklage des Nachts überfallen und meine