Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 2 H. (1807)
- Article
- Beitrag zur Kulturgeschichte der Israeliten in Frankreich
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 2)
- Language
- German
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m des nützlichsten und ehrbarsten Geschäfts der Erdensöhne, des Landbaues, ganz unfähig, loszureißen beginnt. Uns gczicmts nicht zu untcrsuchen, worin die eigentliche Ursache jenes verderblichen Wahns gelegen hat, ob mehr in der Unterdrückung über- Haupt, oder in einer natürlichen Weichlichkeit des Juden. Leides dürfte wohl gleichviel dazu beigctragen haben. Indeß ist cs keine Vermessenheit zu behaupten, daß, wenn man der Nation wirklich solche Weichlichkeit zuschrelben kann, diese bloß eine natürliche Folge jener leidigen Unterdrückung gewesen, wodurch allein dieselbe so unzählige Jahre in der Kultur zurückgeblieben ist. Es wäre wirklich sonst ganz unbegreiflich, wie man so viele Tausende bloß geduldete Untcrthanen ewig als Fremdlinge betrachtete» und sie nicht, zu ihrem eigenen und zum Vorcheile der Staaten, in welchem sie lebten, andern Bürgern gleich zu machen suchte. Man wußte, daß sie eben sowohl Menschen wie jede andere Nation sind, daß sie eben sowohl Arme, Deine, Muskeln und Nerven haben, daß sie, wenn sie gleich in einigen Eigenheiten jenen nachstchen müssen, hinwiederum andere haben, die,, wohl geleitet und geschickt «ngcwendct, zu nutzen sind. Und doch wurden, selbst von den weisesten Regierungen, so wenig Schritte für sie ge« than, um so viele tausend Köpfe, Arme und Deine in fruchtbringende Wirksamkeit zu setzen; und doch hat man ihnen, sogar ׳alle Mittel und Wege» sich durch ehrliche Handarbeit zu nähren» versperrt und nur den.Einen Weg für sie offen gelassen, der durch Verschwendung der Zech durch Verläugnung der meisten Seelenkräfte und durch An» Wendung