Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Reform der Israeliten in Frankreich und Italien
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 23)
- Language
- German
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uns zu widmen. Solchen traurigen Einfluß hatte Dir Unterdrückung auf unsere Sitten; so blieben wir ohne Bildung, und so konnte jener Senator von Frankfurt die an ihn gerichtete Frage: ob die Juden Menschen seyen? verneinend beantworten. Was sollen wir aber von denen sagen, welche, um uns zu verläumdm, unsere heiligen Gesetze und die Lehren unserer Weisen angriffcn? Vergebens bemühte man sich, diese zu widerlegen; vergebens setzee man ihnen die Worte des Psalm isten entgegen: „Die Rechte des Ewigen sind wahr, allcsammt gerecht." "Die theologischen Streitigkeiten hörten nicht auf, und der gemeine Haufe behielt seine Dorurtheile; ein jeder, der nicht vom Geschlechte Jakobs war, glaubte dadurch ein Recht zu haben, uns zu verfolgen. In jener sinsicrn Zeit, in welcher das Vorurtheil und der Aberglaube den Geist fesselten , in welcher die gebildetsten Personen der Mengt gleich dachten und handelten, mußtm wir dir beschränkteste. Toleranz als eine Gnade betrachten» und kaum gelang es in unserer Zeit der, obgleich von den Regenten begünstigten Philosophie, jene allgemein accreditirtm Vorurtheile zu vernichten. „2hm, dem erhabenen Sterblichen, dessen großes und vortreffliches Genie alle Hindernisse zu beseitigen und der erstaunten Welt die Quelle des vielfältigen Hassech der Verfolgungen und des Fanatismus zu entdecken weiß, Ihm allein war es Vorbehalten, jenem traurigen Uebel Einhakt zu thun und es radicaliter zu heilen. - ' ,-Unsere Obern und Gelehrten, von Ihm zusammen berufen, sollen sich unter Seinen Augen versammeln; mcht um auf jede Beschuldigung, die man wis aufbürdet,' zu ant«