Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 1 H. (1807)
- Article
- Reform der Israeliten in Frankreich und Italien
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 18)
- Language
- German
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20 ' «r— »In jenen dunkeln Zeiten, in welchen Fanatismus und Vorurrheilc die Juden verfolgten, und wo man ihnen das Unglück, das sie traf, zum Verbrechen machte, fanden einige derselben in diesem Lande einen Zufluchtsort; indcß blieben sie von allen Rechten der Gesellschaft ausgr» schlossen." »Der großen Nation allein war cs Vorbehalten, Europa Gerechtigkeit und Humanität zu lehren. Nach dem Beispiele derselben erklärte Holland die Juden als thätige Bürger, und wir waren so glücklich, selbst verschiedene Mitglieder unserer Gemeinde an gesetzgebenden, richterlichen und Munizipal - Aemtrrn obrigkeitliche Stellen bekleiden zu sehen. Allein, Sire, diese glückliche Epoche endete bald, und die Juden empfanden nur allzusehr eine traurige Rückkehr der alten Grundsätze." »Geruhen Eie, Sire, unser unaussprechliches Glück zu ermessen:.gerade sitzt, da Napoleon der Große, das unvergleichliche und wohlthatige Genie, das Schicksal seiner jüdischen Unterthancn einer gnädigsten Beschäftigung würdigt, gerade jetzt ist der Zeitpunkt, da die neue Gemeinde, deren Grundsätze immer dem Interesse des Staats gemäß gewesen sind, indem dieselbe Holland zu ihrem Vaterlande, alle Einwohner als ihre Brüder und den Wille« des Regenten als das höchste Gesetz anerkennet — -es hohen Glückes genießt, in dem Vater des Vaterlandes den würdigen, erhabenen Bruder dieses großen Mannes zu begrüßen- Mögen Sie, Sire, Allerhvchstdenenselbea alle die glänzenden Tugenden, die nur der Familie Napoleons geeignet sind, zu Theile wurden, den holländischen Juden, ein gleiches Schicksal mit dem der französischm Allergnä. digst