Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 19)
- Language
- German
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fern Feuer an , noch lassen sic eS von andern??el,gior,§- Venoandttn anzünden. Am Osterfeste essen sic zwar Tage, kern gesäuertes Brod. beobachten aber bei de,n Blicken dee Ungesäuerten dre^enauigscu mcht, nuc dic Rabbrniten. Blut essen sie zwar nicht, lassen es aber nicht aus dem ^lcrsche durch Sa!; uub Wasser auobaizen, und beobacht tcn auch die bei den Rabbinileir üblichen Ceremouien beim Schlachten des Viehs und Beschauung der Cmgeweide nicht, sondern enthalten sich bloß der gefallenen und zerrissenen Lhicrc. Auf dao jytt nnd rote Kapitel des ^fc« Buch Moses halten sie sehr viel, sic erklären es sehr oft in ihren Schulen, nnd ihre gelehrten haben viele Bücher darüber verfertigt. Sic dringen daher sehr stark auf ein heiliges keben nnd einen guten und rcchrfchäffenen Wandel, sind fcbr faifdj in Worten mb Handlungen, und meiden bei ihren Chen auch den entferntesten Srad der Verwandtfchaft. Wenn ein Kind gcbohre» wild, <s 111.13 männliche» oder weiblichen Geschlechts seyn, le-ien die Eltei n ilnn gleich nach feiner Geburt einen Namen bei» der entweder ebräisch, -arabisch ober türkisch ist. Der Knabe wird am achten Tage jwar beschniiien; aber die Operation mit den Nägeln, die bei den Nabbiniken Statt findet, wird nicht beobachtet. Nach der Geburt eines Knaben am zzke», und nach der eines Mädchen am 66ken Tage, labet der HanSvater feine Verwandten nnd sonst guten Freunde, nebst dem Chacham zu einem Gastmale ein, wo der Vater den Gästen den Namen deS KindeS verkündiget, worauf der Ehacham durch