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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 5 H. (11.1806) · p. Seite 354

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 5 H. (11.1806)
Article
Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
Date
1806-01-01
Page
Seite 354 (sequence 3)
Language
German
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der Reichsvcrweftr und Vormund des jungen Königs Eupaeor, mit dem Judas Machabans einen Frieden, und Menclaus, als Urheber dieses blutigen Krieges, ward auf Befehl des Königs Enpator zu Bcraa im Aschthurme versenkt. Onias, ein Sohn des von Andronikns Hingerichteten Oberpriestcrs Onias des dritten, und Neffe Des im Asch« rhurme versenkten Mcnelaus, glaubte als ein Abkömmling des obcrpriesicrlichen Stammes, nach dem Tode seines Oheims Mcnelaus zu dieser Würde zu gelangen. Wider sein Vermuthcn aber übergab der König dieses Amt einem gewissen Alkimus, der nicht vom Stamme der OLcrpriesier war. Da nun Onias sich in seiner Erwartung getauscht fand, gicng er nach Aegypten, wo die Juden, die in den vorigen Zeiten häufig dahin gewandert sind, sich in großer Anzahl und in sehr guten Umstanden befanden. Daselbst wußte er sich durch seine Geschicklichkeit im Kriegsdienste [ als auch in politischen Angelegenheiten bei dem Könige Ptolemaus Philometor und seiner Gemahlin Klcopatra so sehr in Gunst und Ansehen zu setzen, daß er zum Oberbefehlshaber sämmtlichcr ägyptischen Truppen befördert wurde. Der nächste in der Würde nach ihm war Dosirhcns, ebenfalls ein Jude. Diese zwey Männer hatten, so lange Ptolemaus Philometor lebte, die Regierung Aegyptens fast ganz in ihren Händen. Da nun Onias dem , Könige porficllte , daß es dem Lande sehr zuträglich wäre, wenn die zahlreiche, Judenschaft in Aegypten und Cyrene einen eigenen Tempel in Aegypten hatte, weil dadurch nicht nur die häufigen Wallfahrten der Juden nach Jerusalem und die Ausfuhr des Geldes dahin beschrankt würden, sonder»

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