Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Fragmente aus dem hebräischen Buche: Bechinoth olam
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 347 (sequence 3)
- Language
- German
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34? wo fein Thron dem ewigen Gerichte stehet, wo alle Geheimnisse offen liegen, alles dem Eonerblick sich enthüllt. —. Wer darf sich dem erhabensten Beherrscher nahen? wer die hohe Richterbühne beschauen, den Tempel des Herrn betreten? — der reines Sinnes, f,ei von Leidenschaften ist, dem die süße Traube der Unschuld reist, der des Schicksals bittre Schaale freudig leert, indem er sie als eine «othwendige Folge seines Irrens erkennt und im Herzen dem Schöpfer dafür dankt; der den zeirlichen Gütern trotzend, mit jedem Gedanken seinen Gott verehrt: der nur kann sich dem Tempel des Ruhms nähern, um im innem Hciligthume den gottgeweihten Dienst zu verrichten. Ihm tragt der Baum der Erkenntniß die holdeste« Früchte; bescheiden reicht er die Hand nach dem Baume des Lebens, der ihm einen dauernde« Genuß gewährt. — O mein Her;, mein Herz! in der Vereinigung der Religion mit dem Menschen bestehet das göttliche Licht auf Erden. Die Religion ist die Flammerein Abglanz jenes himmlischen Feuers; der Mensch nach seiner doppelten Natur, die Leuchte von jenem Strahle elektrisch berührt und ergriffen. Der Körper ist gleichsam das gestochene T och t, dieiSeele das reine klare Oel. — Nur durch eine gänzliche Harmonie zwischen diesen beiden Theilen gehet dir ein Helles Licht auf! ES offenbart sich dir die allgemeine Sittlichkeit, der Tugend Geheimniß entfaltet sich vor deinem Blicke und bewirkt deine ewige Dauer; du vermagst die Gesetze der Sinnenwelt zu beherrschen nach dem Wunsche deiner göttlichen Srtle. — C c 2 Nach?