Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 5 H. (11.1806)
- Article
- Fragmente aus dem hebräischen Buche: Bechinoth olam
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 1)
- Language
- German
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S u l a m i t h/ eine Zeitschrift zur Beförderung der Kultur und Humanität unter der jüdischen Natron. J. Jahrganges I. Bandes 5. Heft. November isoß. 3 | Fragmente aus dem hebräischen Buche: Dechinoth olam. (Betrachtungen über die Welt.) M ■i Die Welt ist ein stürmisches Meer, von unermeßlicher Tiefe und Weite; die % e i t eine über demselben erbauete morsche Drücke: hier ist sie an einem chaotischen Seile befestigt; dort gleitet sie zum bleibenden Heile, vom göttlichen Lichte der Wahrheit beleuchtet. — Nur eine Spanne breit ist diese Drücke; auch mangelt es ihr an fester Lehne. — O Mensch! der du vom Anbeginn deines Daseyns wider deinen Willen über diese Drücke wandeln mußt! kannst du dich wohl mit deiner Macht, mit deinem Ruhme brüsten, indem du den schmalen Steig gewahrst, den du zu wandeln hast, wo du weder Rechts noch Links ausweiche» kannst? — Du schauest umher , und sichest dich auf allen Selten von Tod und Verwesung ummauert — kann da dein Herz noch ruhig bleiben? mußt du nicht muthlos die Hände sinken lassen? Vergebens trotzest du auf den kostbaren Schatz und reichen Eütrrerwerb, den du mit heißer Begier errungen, l. Jabra. r. Bant. C r mit