Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Bruchstück
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 2)
- Language
- German
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33* lebend« Beyspicle von Obe» sind die wirksamsten Mittel, den gemeinen Mann unten zu erleuchten und zu belehren; alles Vorpredigcn und Verschreiben von und über Toleranz und Aufklärung ist für denselben nur ein todtes Gemälde, das wenig Kraft und Wirkung äußert. Ideen und Worte, sagt ein bekannter Gelehrter, malen, wie Kreide und Pinsel , nur die Oberfläche, geben nur Eine Gestalt und eine einzige Stellung, Geist und Bewegung aber fehlen gänzlich. — Wenn die Landesgesctzc, wie Hr. Fried! and er sehr richtig bemerkt, bey Erwähnung, des Namens Jude, seiner nicht mit Wegwerfung, oder auch nur mir Mißtrauen in seine Moralität, gedenken; wenn sie den nämlichen Grad des Vergehens an Juden nicht harter bestrafen, als an andern Untcrthancn; wenn endlich in den Rescriplen, Vorträgen, gerichtlichen Verhandlungen u. s. w. nie der zu nichts dienende Zusatz Jude, oder Schutzjude u. dgl. gebraucht wird: so wird man gewiß, durch diese vorleuchtendcn Beispiele von oben, -auch bald unten anfangen, de» Menschen im Jude» zn ehren, und den Unterschied, welchen die Verschiedenheit der Religion hcrvorgebracht, ganz 4« vergessen. SB i tz i g e Antwort. „Wenn Sie den Schöpfer, so wie wir übrigen» um Wohlstand bitten , so flehen Sic vcrmuthlich um «in Heer von Krankheiten? fragte einst ein reicher Geizhals spöttisch den berühmten jüdischen Prager Arzt Hm. - Jonas - . Dbir . ... Jrit?