Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Aphorismen
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 338 (sequence 2)
- Language
- German
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338 2. Der geschwindeste Kassirer ist Gott. Ist es sein Wille, de» Rcichrhum der Menschen wieder einzukassire», so haden sie kaum die Zeit, die Deutel dazu herbeizuschaffen; so geschwind ist das Geld fort, ohne daß sic es selbst wissen und begreifen können, wo es hingckommen sey. Geld heiße aus dem Grunde ממון (Manien), sagt sonderbar genug ein alter witziger etymologischer Conimcntator, weil dieses Wort zugleich die Frage enthalte: מה מון? (Ma) —(Mon)? Wozu das Zählen? (Das Geld bleibt ja doch nicht ewig Dein.) D. Fr. D r u ch st ü ck. Es ist doch eine unbegreifliche Jnkonseauen; in unfern Sitten, sagt ein würdigcr christlicher Staatsmann : man vertrauet jüdischen Acrzten seine Gesundheit an; man braucht Juden als Unterhändler bei Geschäften, von denen das Wohl ganzer Familien abhangt, und man nimmt Anstand» sich von ihnen einen Rock oder ein paar Schuhe machen z» lassen. Der Staat vertrauet dem Juden die Gesundheit seiner Mitglieder an, dehnt Herr Prof. Aaron Wolfssohn *) diese Bemerkung weiter aus, und nimmt Anstand, ihm eine Advokatur anznvcrtrauen. Wahrlich nur - ■ .-־■ le- *) In seiner vortreflichen Schrift Jeschurun oder unpartheyischc Beleuchtung der dem Ju denthume neuerdings gemachten Vorwürfe. Breslau bei Adolf Gehr 4804. . 4