Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Über einige bei der jüdischen Nation bestandene, und zum Theile noch bestehende religiöse Sekten
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 16)
- Language
- German
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278 sämmtliche Samaritcn ans Samaria, ihrem Hauptsitze, legte daselbst eine macedonischc Kolonie an, und die Samaritcn zogen nach Sichem oder nach Schechem, wo nicht weit davon ihr Tempel auf Garisun stand. Nach dem Tode Alexanders, wanderten viele Samariten mit den Iudcst nach Griechenland und Aegypten aus. Als Antiochus Epiphanes die Inden zur Annahme der griechischen Religion mit Gewalt zwingen wollte, bewiesen die Eamariten, die doch unter Alexander wegen Steucrnachlaß im Sabbatjahre, Inden scyn wollten, dem Anriochrrs Epiphanes, daß sie Zidonier und also keine Juden seycn. Sie erboten sich freiwillig zur Annahme der griechischen Religion, und zur Weihung ihres Tempels dem Jupiter , welchen auch Athcmins, ein griechischer Priester, dem Jupiter Tenios *) wirklich we'chete. Nach den Siegen der Machabacr bekannten sie sich wieder zum Iudcnthume, doch war ein beständiger Streit zwischen denselben und den Juden , ob der Tempel der Juden zu Jerusalem, ober jener der Camariten auf Garisim, der rechtmäßige Ort des Gottesdienstes sey. Unter der Regierung des ägyptischen Königs Ptolcmaus Philometor beschlossen sie diesem Streite ein Ende zu machen, und beide Parrheicn wählten diesen König, unter dessen Botmäßigkeit sie damals standen, als einen unparthciischen Schiedsrichter. Die Vertreter der Partheim, nämlich Andronikus von Seiten der Juden, dann Labbäus und Thcvdosius von-Seite» der Samariten, trugen also ihre wechselseitigen Gründe dem Könige vor, bedingten sich - -, aber *) ober den Beschützer der Fremden, weil sie sich als Fremde in Palästina «mgaben.; ■ ■