Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 4 H. (10.1806)
- Article
- Blüthen aus dem Orient
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 5)
- Language
- German
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«Si f j d> €R Deherrschers! der hcittc hier und morgen im „lodernden Grabe ist; dessen Unwille schnell wie sein Leben entfleucht; dessen Macht mich in Fesseln zu legen nnr eine Spanne Zeit dauert; den man mit Gold bestechen, mit Schmeicheleien beschäftige» kann — Und — verhänge er auch den Tod hien reden über mich, so habe ich ja noch nichts Jenseits vcrlohrcn! würde ich nicht dennoch Thranen vergieße»? — Um wie vielmehr ziemt es mir nicht jetzt, da ick in wenig Stunden vor dem Throne des erhaben stcnÄllbcherschcrs erscheine; der immerwährend und ewig ist: dessen Grimm zwar langinüchig und gerecht, aber auch langdaurcnd ist, der, wenn er fesselt — ewig fesselt; der wen» er tödtct — lange tödtet, und können Gold oder Schmeicheleien ihn bestechen"?— Hier wurde der Zkabbi ticfstnnig, die Schüler unterbrachen ihn: Següe - uns, Rabbi!" — „Fürchtet den allgutigcn Schöpfer gleich sterblichen Menschen" — sprach er mit aufgehobenen Händen —„Und nur insow cit? —" fragten die erstaunten Schüler. — Lächelnd versetzte der sterbende Weise : „So «i« ihr im-Sündigen Menschengegcnwart scheuet; so scheuet.auch die Gegenwart Gottes!-— " Er spracht und — verschied. - J r; '•i- ' ’ •* ,‘j Ll