Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Erzählungen aus dem Talmud
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 2)
- Language
- German
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zu verdienen. — „ Ey, ry, mein Cohn, nichts zu ver» dienen? wer kann so rhöricht feyn, ein^solches-GeluLLe zu. thun?" — Ja, ich meinte bloß, nichts durch Spielrn, zu verdienen. — „Co, sagte der Rabbi, du willst also gerne wieder spielen? nein, von einem solchen Gelübde kann ich dich nicht entbinden ' R. Jochanan sagte: als die Aegypter in das rothe Meer sanken, wollten die Engel dem Herrn LN_Loblicd anstimmen, aber der Herr wehrte es ihnen, indem er sagte: meine Geschöpfe geh» unter, rmd ihr wollt mir Loblieder singen? — Welche Menschenfreundlichkeit liegt hier nicht in dieser bildlichen Erzählung! — Z. Der Rabbi Huna fragte einst seinen Sohn Raba, warum er den Lehrstunden des scharfsinnigen Rabbi Ch isd a nicht beiwohne? — „Weil derselbe nur weltliche Gegenstände vortragt, und nicht im Gesetz unterrichtet;" war die Antwort des Sohns. „ Wie" versetzte der Vater, „er beschäftigt sich mit dem, wovon die.Erhaltung der Menschen abhängt, und dieß nennst du schlechthin: weltliche Gegenstände? — Nein, mein Sohn, um so mehr solltest du ihn hören."— .