Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 3 H. (9.1806)
- Article
- Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 4)
- Language
- German
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-48 große Her; der Natur inniger und fester anzuschlicßen, mein Gefühl der Wahrheit reiner, höher und heißer in sie <m& zuhauchm und die großen und göttlichen Ideen ganz lebend mit ihnen zu empfinden. — Bald verirrt sich mein Geist in die Ruinen desverlornen, ersiorbncn Vaterlandes; aber auch da entdeckt er noch manches genialische Wesen, das aus der Dunkelheit, die ihm von allen Seiten umgicbt, emporzusirebcn ringet, und von der Wohllust glühet, den erlo. schcncn Ruhm seiner Vorfahren wieder anzufachcn; aber freilich nicht mehr lind nicht langer als ein schwacher Funke in der verglommenen -Asche, der bald von der drückenden Masse wieder erstickt wird. — ' In dem großen, fürchterlichen Ranine, der die Jahrhunderte der Zerstreuung Israels bezeichnet, und sein tieferes Sinken in die Kluft der Dorurrhcile begründet, leuchtet mancher lichte Stern hervor,dessen wohlthatiger Strahl durch die Wolke der Phankasicngcbilde drang und dir, mit dcr Finstcniiß des Aberglaubens kämpfend, so oft den Sieg davon trug. — Von Moses Maimonsohn bis Moses Mendelsohn, sind so viele , die die Fackel der Vernunft, bald starker, bald schwacher, anzündeten, um den irrenden Geist ihrer Nation in dieser grausenvollen Wüste, gleich jener berühmten Feverfaule vonnleuchten. -- Ach, sie konnten freilich nicht mehr Licht geben, als das blöde Auge ihrer Zeitgenossen zu ertragen vermochte! Aber viel, sehr viel trugen sie bey zur Verbreitung des Lichts» bas von Nachwelt zur Nachwelt bei unserer Nation fort» wirken wird.- Mit diesem Erfühle der innigen Freude, das mir irr den Augenblickeir der Muße die beengte Brust auszuweitew pflegt