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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 3 H. (9.1806) · p. Seite 246

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 3 H. (9.1806)
Article
Einige Ideen über Mosaismus und Judenthum
Date
1806-01-01
Page
Seite 246 (sequence 2)
Language
German
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246 wie die trftc Bildung der Natur dcn Stoff zu allen phisi» schcn Erscheinungen darreicht. — Ein Blick in die theatralische'Ferne des paradisischcn Lebens der ersten Menschen, gewährt meinem Auge ein unnennbares Entzücken. Dort sehe ich die schuldlose, spielende Kindheit des Menschengeschlechts zu. der Flatterhaftigkeit seiner Jünglingsjahre hcranrcifcn; der Mittag der mündigen Menschheit wird mir um so Heller, je klarer ich seine Morgenröche anbrcchen sehe. — So verliert sich oft mein Geist in die Regionen der Dorwelt, um sich bald wieder zu finden in dem Umgänge mit der heutigen Welt. Aber nicht nur die Menschheit im Ganzen führt mich zu solchem abschweifenden Aufblicken in die entfernteste Vergangenheit; auch für einzelne Abtheilungcn derselben erhebt sich oft mein Blick in die Ferne, und welchem Bild drangt sich dann in meine Brust! — Aus der Nichtigkeit eines einzeln Stammvaters, sehe ich eine große mächtige Nation sich emspinncn, deren Götterthaten mit der Menschheit ewig fortlcben. Nicht verdunkelt ihr Sinken und Sterben mir den Blick in das frühere Steigen und Leben. Ich erkenne ihr voriges Große, ihr Regen und Streben, und weiß, daß jedes Große und Schone von Menschenalter zu Menschen» alter fortlcbt und fortwirkt. Jede Tugend, jede Liufopferung, jedes Edekc und Schöne, das sich dem raschen Geiste, und dcn noch raschem Händen der ersten Heroen und Weisen entwand, stellt sich mir mit verjüngter Schönheit in unzähligen Abwechselungen dar r das Nächst! der Unsterblichkeit, löset sich mir in ihrem Anblicke auf. — Auch lasse ich mich nicht von modernen Vorurtheilen blenden, die so geme jeden alten ächten Ruhm, verdunkeln, um den zeitigen ge« schmink-

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