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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 3 H. (9.1806) · p. Seite 190

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 3 H. (9.1806)
Article
Einige Ideen über Erziehung und öffentlichen Unterricht
Date
1806-01-01
Page
Seite 190 (sequence 6)
Language
German
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39® *?reis ist daher nicht größer, als das Weichbild des Kräh. Winkels, in welchem sie Hausen, und überhaupt liegt in ih. rem Kopfe׳ noch alles brach. Fertigkeiten und Kenntnisse, deren sic bedürfen, um sich ihren Unterhalt zu verschaffen, erwerben sie }war, aber nur mechanisch und historisch! Ihr Wissen philosophisch zu berichtigen, mit genialer Kraft zu erweitcm und lichtvoll zu ordnen, fallt ihnen nicht ein. Schlendrian, alte Regel, und Formeln und Routine er. sparen ihnen die beschwerliche Mühe des Nachdenkens; sie erheben sich daher nie von der dürftigen Wirklichkeit zum Ideale, d. h. mit andern Worten: an geistigen Ge« nässen mangelt cs ihnen ganz. Ihre sogenannten Delusti« Zungen sind bloße Acittödtungsmittel; sie haben keinen an« -ern Reiz, als in wie fern Gewinn oder Verlust damit verknüpft ist. — Menschen der Art genießen also bloß p h y« fisch, und auch das nur dürftig undunvollkommen; denn an ihrem Körper haben sic gewöhnlich nichts ausgearbeitet, als etwa die Kaumuskeln und einige andere. Ist dann dce flüchtige Augenblick des physischen Genusses vorüber, so fühlen sie sich wie Prometheus an den Kaukasus der Lange« weile angcfchmiedet und die Geier der Sorgen und des Lebensüberdrusses kommen nnd nagen an ihrem Innen!. Auch haben sic allerdings Ursache vor der Zukunft zu zittem; in ihrein vernachläßigtcn Körper stagniren die Säst«, die Fi» bern erschlaffen, die Nerven verderben, Krankheiten, Schmer, zm und ein frühes Alter stellen sich ein. Wirft eine böse Laune dexgkeichen Unglückliche aus ihrer Bahn, so find fie gezwungen, ihr Brod vor den Thüren zü betteln; denn gewöhnlich nur Ein Mittel, sich ihre Bedürfnisse zu erwerben, haben, sie erlernt.^

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