Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Briefe an den Herausgeber der Sulamith
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 3)
- Language
- German
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Geschöpft heute gerufen aus dem Nichts, Morgen wieder hingeschleudert in daS todtc Nichts. Ich gestehe cs mit großem Vergnügen, daß diesem Urthcil das Prädikat der allgemeinen Wahrheit fehlt. Denn viele Zeitschriften haben einen inner« kcrnhaftcn Gehalt, und verdienen die Achtung und Dankbarkeit des Publikums im «»sgczcichirctc» Grade. Die ersten Köpft unsers Vatcrlandes, Göthe, Schiller, Herder, Wieland, sichte, Friedrich und August Wilhelm Schicg e l siclkcn sich an die Spitze edler und bewahrter Männer, und in Vereinigung mit ihnen haben sic Werke geliefert, die den wohltyätigstcn Einfluß auf ihre bildungsfähige Zeit» genossen hatten, und gewiß Iahrhnndertc,überleben werden. Cie wählten die Form der Zeitschriften, weil sic wohl Wichten, daß diese Mvdelcktürc einen bedeutenden Einfluß auf den Geschmack und Charakter ihrer Nation hatten. Wielands deutscher Merkur hat nun schon feit drei Dezennien für Literatur und Kunst sehr heilsam gewirkt. Freilich fühlt dieses Institut jetzt öfters die Gebrc» chen und Schwachen feines hcrannahenden Alters, und kailil nicht mehr mit der vorigen Jngendkraft rüstig drein greifen. H)osfelt's, leider durch den tragischen Tod des Verfass fers min beendete Europäische Annalen werden dem Geschichtsforscher iminer eia unentbehrliches Handbuch seyn und bleiben. Wenn es nur eine weniger gesuchte und ge» schrobene Spracht׳־ Härle. Gorycns Prepylern, Schlegels Lycenw und Europa stehen als schöne Denkmäler eines edlen Enthusiasmus ftrr die Kunst da, und «erden immer für den schönsten und angenehmsten Trieb des menschlichen Strebens ehrwürdige Fragmente bleiben. Das