Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Aus Briefen an H. N.., ehmals Mitarbeiter am philantropischen Institut
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2304627-2304646-2304647-10856473-2314060--00078-2314268- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Bewilligung, und Bewerkstclligung dcS rechten Verhaltniffcs, kur;: über sein Leben in so fern cs abhangt von uns? Man ist sich ja dabei deutlich bewußt, daß man G c r e ch t i g k c i t will, also Thatcn will, die verübt sind ohne ungerechte Neigung und Leidenschaft. O! schau dinab in deiner Seele Gründen: des Weltalls sehender Spiegel bist Du nur. Auch hier sind Mitternächte/ die einst tagen: auch hier sind Kräfte/ die vom Schlaf erwachen: auch hier ist eine Werkstatt der Natur. Die Rächfcl in deinem Schicksal: vielleicht sind sie nur Knoten eines entwickelnden, höheren Schwungs in der bleibenden Richtung! Mache Du nur Dich innerlich rund und fest, d. h. genau .. sircnge.genau recht-bcschaffen — mag das Schicksal widrig, die Menschheit in den Individuen weit zurückc scyn hinter dein rechten Verhalrniß unter sich und mit der übrigen Schöpfung: Norrnal - Ideen — (auch Die vom rechten Verhaltruß!) — bleiben immer wahr für Jeden, und bei jeder neuen Beachtung wie von Neuem . . wahr auf Immer! >. Das sind Gedanken, die in mir anfgcwcckt wurden durch Wonnegefühle, neulich am 30, und 31. Mar;, in den 2 Examen - Tagen der hiesigen Haupt - und Zreischulr -er Juden. Ich kann nicht sagen, wastnich mehr erfreute: die Munterkeit, die. Seele - vollen Äugen, die Gcisicsgegenwart und GcisteSgcwandchcit der Kinder, oder die Herzlich, keit und das aufgeweckte Wesen ihrer Herren Lehrerund Dor-eptztm.