Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 1. Bd 1 H. (7.1806)
- Article
- Aus Briefen an H. N.., ehmals Mitarbeiter am philantropischen Institut
- Date
- 1806-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 2)
- Language
- German
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Üvtben, in SiSctt ihren Lkbcnsäußerrmgen; mm ist sie da die große Epoche/wo die tiefer erwachten Menschen mit Ernst darauf bedacht sind, und mit Ernst darauf ausgehen, dieses klare Dcwußtscyn rege zu machen und rege zu erhak« ten überall in sich selbst und um sich her. ,,Diel Kcm; wenig Schale" — wird in ihrem Kreise das Losungswort.- Viel Kern: wenig Schalt — freilich! Denn: lauter Kern aus sich selbst, lauter Kern ans seinem inneren verborgenen Leben zu Tage zu bringen: Das hat das Derhangniß wohl nur den Opulenten hicniedcn möglich gemacht, und mithin wohl auch nur Diese zu der hohen Ehre berufen. Kern — nenne ich das Immer - Gültige, im Gegensatz mit dem Passir - Gültigen oder Pas» fade »Gültigen, das vergleichbar ist der Schale, z. B. bas Denken und Arbeiten, im Gegensatz mit dem Traumen und Faseln. Wo» Vermehrung ibrcü inncrn Werths erhalt. Diese kraftvollen, energischen und zugleich so warmen und hcrzlichen Ausdrücke, dieser Hobe und tiefdcnkende Geist, der aus jedem Worte spricht, dieser Enthusiasmus für Menschenwohl und Mcnschenbcglückuiig müssen auch auf de» Ungeübkcrn im Denken einen tiefen Eindruck machen und ihn ansporuen, die Kräfte seines Geistes z» erheben und seine ganze FassunqSfthigkeit aufzubielcn, um dem hohe» Gange des Verfassers im Denken zu folgen und in seine Ideen und Gefühle einjiidrinqen. Wir werden daher nicht nur jeden Aufsatz des Hni. Prof., welchen er uns mitjuchcilc» würdigt, mir dem wärmsten Danke in «n serer Sulamitb aufnchmen, sondern wir wage« ti auch, ihn im Namen aller Freunde ächter AafklärunA und Humanität zu bitten, uns recht oft mit de« Pr»- duften seines hohen Geistes zu beschenke«. ׳ - Anmerk. d. Herausgeber.