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Sulamith · 1806-01-01 · 1. Bd 1 H. (7.1806) · p. Seite 20

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Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
1. Bd 1 H. (7.1806)
Article
Vorläufige Bemerkungen über die zweckmäßigsten Mittel zur Beförderung der Kultur und Humanität unter der jüdischen Nation
Date
1806-01-01
Page
Seite 20 (sequence 9)
Language
German
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Glaubens ist, so war man dessen ungeachtet von Religioushaß aNgetricben» fast immerfort bewähr, ihnen das Leben;» verbittern, und. sie in einen höchst bedanrungswürdigen Zustand zu versetzen, der noch jetzt in unfern erleuchteten Zeilen, trotz aller Aufklärung, in vieler Hinsicht das traurige Hinderniß zur schnellen tmb allgemeinen Verbesserung ihres moralischen und physischen Verhältnisses zur üblen Folge hat. Fast in den meisten Jahrhunderten nach der Vcrtreibung der Juden aus Palästina galt cs, leider! als ein hohes Verdienst, dieselben ihr Unglück auf die schauderhaft teste Weise fühlen zu lasse!!. DaS Leben eines Juden war, he* sonders im Mittelalter, eine sehr unbedeutende Sache, und der Laune eines Jeden überlassen. In allen Theilen Europa's erlitten besonders die Juden die schrecklichsten Ansdrüche' ves damals allgemein herrschenden Fanatismus auf eine der ausgezeichnetesten, fürchteriichstm Arten. ־ Un Anklägern fehlte es in jenen Zeiten nie. Die Befchrüdignngcn, die man dm Juden machte, trugen fteilich ganzdas Gepräge der Beschuldiger, sie waren einfältig. Mir der gesunden Vernunft und dem wirklichen Sachvcrhäktnisse im größten Widerspruche-, und, wie es sich von selbst versieht, von der boshaftesten mrd menschenfeindlichstm Art. Es war hinlänglich zmn Sturze der JudM» irgend ein Mährchm zu verbreitm» und nicht selten war als-, dann ein marter-voller Tod das traurige Loos der Bekenner Mosaischer Lehr«. Das größte Unglück, welches den, durch die eiftrne Hand? des Schicksals - niedergedrückt, heimachlos auf Gott vertrauend und Obdach - suchend, in allen Weltthellen umher irrenden Juden noch obendrein widrrftchr, . bestand- -~j r ־ " ,;־ de-

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