Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 417 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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417 Außer verschiedenen Auscultatoren, (die Herren CancL jur. Rinald und Eisenberg) bekleiden jetzt in Kurhessen Mch namentlich folgende Juden im juristischen Fache öffentliche Ämter, und zwar zur größten Zufriedenheit, als: der Herr Regierungs -Registrator Neustadt et in Kassel, der Obergerichtsprocurator Herr Alsberg daselbst; der Notar Herr Alsberg in Hofgeißmar u. A. Auch im Steuerfache sind Juden angestellt, z. B. Herr Höxter u. 7t. Eben so bekleiden dort Juden Ämter bei der Polizei u. s. w. Seit vielen Jahren ist Herr Mosenthal in Kassel Mitglied der Kurfürstl. Kapelle, und beim Militair dienen mehrere in den verschiedenen Graden, z. V. der Regimentsarzt Herr Hoffa (der Bataillonsarzt Herr Fiorino ist kürzlich gestorben) u. a. m. Herr Rosengarten, der auf Staatskosten eine Reise nach Rom unternommen hatte, ist jetzt zum Regierungs-Vaucondukteuc ernannt worden. Diese vorläufige Notiz (wir werden diesen 7trtikel bald vollständiger mittheilen können) liefert schon einen Beweis, daß, wahrend noch'in manchen andern deutschen Landern oft, in Betreff der Juden, die heftigsten Debatten über Bewilligungen von Dingen Statt finden, die dagegen nur als Kleinigkeiten zu betrachten sind, sich in K u r h e s se n neuerdings die Emanzipation der Juden thatsachlich als erfolgreich, gut und heilsam für Juden und Christen bewahrt. Im 17ten jetzt erschienenen Berichte des Vereins-Komites zur Beförderung der Handwerke unter den Israeliten in Frankfurt a. M., heißt es / daß 1842 die Gesammtzahl der Unterstützten von 513 auf 529 gestiegen. Die' Zahl der neuaufgenommmen Lehrlinge betrug 14. Nach vollendeter Lehrzeit ausgeschrieben wurden 22; 24 wurden zur Wanderschaft ausgerüstet. (Berl. V. Ztg.) Von 29 aus der jüdischen Gemeindeschule in Berlin im Jahre 1842 abgegangenen Schülern gingen 14 zu Handwerkern ab. - Berlin. Kürzlich wurde das neuerbaute Lokal der hiesigen Nauenschen (jüd.) Erziehungsanstalt, einer seit 52 Jahren bestehenden edlen Familienstiftung, durch eine sinnig angeordneten, religiöse Feier, in Gegenwart des geistlichen und administrativen