Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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414 Au- Beroulles „neueren Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik" ergiebt sich (ob überhaupt und in Allem richtig, muß dahin gestellt bleiben), als die wahrscheinlichste Totalsumme der auf der ganzen (?) Erde wohnenden Juden, die Zahl von 6 Millionen, wovon 3 Millionen auf Europa allein kommen, (1,80 der Bevölkerung'», und hiervon wieder über anderthalb Millionen (nach der neuesten Zahlung belauft sich der Leipz. Allg. Ztg. zufolge, deren Zahl jetzt auf 2,180,000, auf Rußland und Polen, 670,000 auf Österreich mit Ungarn rc. , beinahe 200,000 auf die. preußische Monarchie, an 130,000 aus die übrigen deutschen Staaten, 70,000 (?) auf Frankreich; an 26,000 auf das britische Reich, etwa 41,000 auf Italien, 53,000 auf die Niederlande und 16,000 auf Krakau. Ein neuer russischer Reisender, welcher kürzlich Jerusalem besuchte, sagt, daß sich dort unter den 20,000 Einwohnern, zu denen 5000. Christen und 5000 Mohamedaner gehören, 10,000 Juden befinden. ' Nachahmungswerthe und nützliche Gemeindeeinrichtung. Besonders veranlaßt durch einen vor Kurzem gelesenen rügenden Artikel in einer politischen Zeitung, in Betreff der auch in fast allen Israelitischen Gemeinden zur Erhaltung der Synagoge, deren Diener u. s. w. nöthwendigen Abgabe vom Fleischverbrauchs, finden wir es zweckmäßig, deutsche Israelitische Gemeinde-Vorstände auf folgende nachahmenswerthe, in der Anwendung bereits bewährte Einrichtung aufmerksam zu machen, welche seit mehrern Jahren auf den Vorschlag eines nun verstorbenen Gemeindemitglieds, Herrn (L. H. Isaak) Liepmann, in der Gemeinde zu Deßau getroffen worden. Bis dahin war es nämlich auch dort üblich, daß die Israeliten von jedem gekauften Pfund Rind-, Kalb- und Hammelfleisch eine gewisse Abgabe sofort beim Kauf desselben entrichten mußten, welche Einrichtung viele Beschwerlichkeiten und sonstige Übelstande verursachte und für Arme unpassend und drückend war. Seit jener Zeit aber muß dort, in den Israelitischen Familien, (christliche Dienstboten miteingerechnet), für jede Person, sie sei reich, wohlhabend oder minder bemittelt, sie möge mehr oder weniger Fleisch wöchentlich gebrauchen und Fleisch in den jüdischen Fleischscharren kaufen oder nicht, nach ihren Steuerklassen eingerichtet, mehrere oder