Mannheim
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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft · p. Seite 405

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 405 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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405 Dagegen the!lt man uns aus Berlin mit, daß jetzt, während, wie es heißt, die Gesammt-Einnahme der Beiträge zum Kölner Dombau, in der ganzen Stadt Berlin nur ungefähr 1500 Thaler betragen soll, die jüdische Gesellschaft der Freunde daselbst allein einen besondern freiwilligen Reitrag von 600 Lhalern zu diesem christlichen Kirchenbau geleistet und — bereits ein schönes Dankschreiben deshalb vom Herrn Geheimen Ober - Regierungsrath S tr e ck fu ß alldort erhalten hat.. — . Mannheim. ״ Die Friedhofbauten über dem Neckar schreiten vorwärts. Der neue Friedhof der Bekenner des rnokennen zu lernen, Gelegenheit hatte. Auch haben Sie eben deshalb, weil ich Sie und die Ihrigen hochachte,.gewiß oft schon wahrnehwen können, -aß ich gern in Ihrem Hause verweile. Was mir Ihr Haus achtungäwerth macht, das ist nicht bloß die oft erkannte Rechtschaffenheit Ihrer Denk - und Handlungswelse, in dem gewöhnlichen Verkehr -es Lebens, auch nicht bloß Ihre gegen jeden Hülfsbedürstigen geübte Mildthätigkeit, sondern es ist auch das lebendige Bild gottesfürchtiger Eltern und Gatten und wohlerzogener Kinder, welches mir in Ihrem Häuft stets entgegen getreten ist. — Möchten Sie mich daher jemals dazu auffordern, an einem Familienfeste in Ihrem Hause Lheil zu nehmen, so dürften Sie gewiß sein, daß ich mich zu solchem Feste mit Freuden einfinden würde. — Ein andres ist es aber', um eine Lheilnahme an Ihrem religiösen Kultus. — Abgesehen davon, daß dies zu meinem Leidwesen derjenige Punkt unseres innern und äußern Lebens ist, wo wir —־ bei aller Liebe, die wir zu einander haben, — uns doch von einander geschieden sehen, kann ich es Ihnen auch nicht vorenthalten, daß durch eine Konsistorial- Verfügung von ziemlich neuem Datum den christlichen Geistlichen die Lheilnahme an den Feierlichkeiten des jüdischen Kultus — wenn auch nicht unbedingt untersagt — doch als ihrer Stellung zur christlichen Kirche unangemessen bezeichnet worden ist. — Als gerader und ehrlicher Mann habe ich Ihnen diese gerade und offenherzige Erklärung in der Sache nicht zurückenthalten mögen. Dieser Erklärung füge ich aber die Bitte hinzu: lassen Sie uns ferner in der Liebe mit einander verkehren, welche auch in dem Andersgläubigen den Menschen hochachtet, welcher der Achtung würdig ist! . Mit dieser Bitte unterzeichne ich mich Ihren ergebensten Freund und Diener.

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