Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- Aus Wien [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 404 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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404 Aus W len. „Der ausgezeichnete Schriftsteller und Kunstkenner Di'. Ignaz Jeitte les (jüd. Rel., daselbst), hat eine Reise nach dem klassischen Boden Italiens angetreten und wird unter andern Städten auch Rom und Neapel besuchen. , (Er ist bereits in Nom eingetroffen. D. H.) Da derselbe in allen Zweigen der Literatur vorzüglich Anerkennenswertes geleistet hat, so wäre im'Interesse der Kunst zu wünschen, daß -er seine Anschauungen im Lande der Hesperiden, in -der Schatzkammer des Alterthums, für die Lesewelt veröffentlichen möchte. Sein ästhetisches Lexikon, ein wahrer Goldschatz für das Bereich der Kritik, leistet die beste Bürgschaft, daß'auch Beleuchtungen aus dem Heimathlande der Kunst, von diesem geistreichen Beurtheiler, unter die erheblichsten Erscheinungen dieser Art gezählt werden könnten." *) (W. Theat. Z.) In einer kleinen jüdischen Gemeinde im—Preußischen wurde vor Kurzem eine neue Synagoge eingeweiht und der dortige jüdische Gemeinde-Borstand sandte zu dem Ende auch einem dasigen christlichen pro test ant ischen Geistlichen eine Einladung. Dieser übrigens sehrachtbare und humane Mann entschuldigte sich aber bei dem jüdischen Gemeinde-Vorsteher Herrn I., einer solchen Feierlichkeit aus dem Grunde nicht beiwohnen zu können, weil es wider seine christlich-geistliche Amtspflicht sein würde. **) ■ - *) Wir stimmen ebenfalls gern in diesen Wunsch und in diese Ansicht über die Leistungen unseres geistreichen Jugendfreundes und früheren fleißigen Mitarbeiters an der Sulamith ein- und hoffen, daß er diesen Wunsch erfüllen wird. D. H. **) Der uns mitgetheilte Brief dieses christlichen Geistlichen an den gedachten Vorsteher, lautet' „Mein hochgeschätzter Freund! Dev Vorstand Ihrer Gemeinde hat mir die Einladung zugehen lassen, mich bei der bevorstehenden Einweihung Ihres neu hergestellten Tempels als Theilnehmer des Festes einzufinden. Indem ich in Ihnen die Seele dieses Vorstandes erkenne, bin ich gewiß , daß Ste bei dieser Einladung die gute Absicht gehabt haben, mir einen Beweis Ihrer Achtung und Liebe zu geben, und ich muß, von dieser Seite die Sache angesehen, Ihnen dafür um so mehr meinen Dank aussprechen, je mehv ich die ehrenwerthe Gesinnung hochachte, welche ich seit meinem vierjährigen Hiersein in Ihnen und in sämmtlichen Gliedern Ihrer Familie