Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 402 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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402 freut sich, daß Meyerbeer ein (preußischer) Ritter wurde. Das ist ein Fortschritt, ein Sieg über das Vorurtheil." *) Nachdem wir bereits im 3. Hefte dieses Jahrgangs der Sulamith eine skizzirte Lebensgeschichte des bekannten Komponisten Frommental Halevi in Paris mitgetheilt, liefern wir hier'aus dem Französischen übersetzt, noch Folgendes nachtragl'ch: „Den ersten ausgezeichneten .Erfolg gewann seine Oper „Elari" (1828), Mad. Malibran hatte die Hauptrolle des Werks, dessen Glück um so ehrenvoller- 'war, als es auf dem italienischen Theater, wo Rossinis Genius herrschte, aufgesührt wurde,. Dilettante d^vignon“ u>utbe im folgenden Jahre fast Bolkseigenthum und füllte, obgleich die Oper nur einactig ist, fünfzig Mal das Haus u. s. w. Er schrieb nla Jnive?u-.bie ihm einen weit verbreiteten Ruf sicherte, ferner und endlich erhob sein neuestes Werk: „Guido und Ginevra^ fernen Ruhm noch mehr. Sein allerneuestes Werk ist Karl der Sechste. Obgleich kaum 40 Jahr alt, ist Halevi einer der Professoren am Confervatorium, die am längsten ihr Amt verwalten, denn er besitzt es 28 Jahre. Jetzt ist er Professor der Composition und hat der Schule in Rom -gekrönte Componisten geliefert. Nach der „Jüdin" erhielt er den Orden *) Im „Komet" wird „aus einer Privat-Korrespondenz" Folgendes erzählt: „Als Meyerbeer nach Braunschweig kam, um dort seine „Hugenotten" zu dirigiren, und an einem Abende spat den Weg nach seinem Hotel nickt wieder finden konnte, mußte er einen Fremden auf der Straße ersuchen, ihm den rechten Weg dahin zu zeigen. Zufällig ging dieser Fremde gerade nach eben dieser Gegend., „und mit Vergnügen schloß sich Meyerbeer an denselben an. Auf dem Wege nun entspann sich ein- Gespräch, und der Fremde srug Meyerbeer, ob er gestern im Theater gewesen; die Hugenotten hätten ihm außerordentlich gefallen, nur könnte er sich nicht genugsam wunderndaß sie ein Jude gemacht hatte u. s. w. Meyerbeer blieb ganz indifferent. Als die Beiden vor das Hotel d’Angleterre kamen, dankte Meyerbeer seinem Lobredner für die Begleitung und bemerkte scherzend und ihm die Hand drückend, er hätte eben den Juden nach Hause gebracht, der die Hugenotten gemacht. — Meyerbeer war verschwunden, der Fremde aber stand verdutzt da, als wäre er in eine Salzsäule verwandelt."