Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band sechstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304643-2304645-10852114--09789-2313762- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fleißig gewesen, wie die Juden in. ihrer wenig fruchtbaren Heimath, wo sie das dürre Gebirge durch unermüdlichen Fleiß urbar machten. Und diese Heimath haben sie gegen Syrer und Römer mit wahrhaftem Heldenmuthe vertdeidigt. Allein das Schicksal wollte, daß sie zwar in staatlicher Beziehung nicht zur Reife kommen, aber als Stamm auch nicht untergehen sollten u. s.w." - „Es giebt nur ein Mittel, die kurzsichtiger Weise gesetzlich neben dem' Staat hinausgestellte, und doch wieder mit ihm verbundene Judenschaft, dem Staate zu gewinnen, sie dauernd und gründlich zu versöhnen und sich einzuverleiben, und dieses einzige Mittel ist: völlige bürgerliche Gleichstellung und unbeschränkte religiöse Duldsamkeit, dieja" ohnehin im Sinne unseres Religionsstifters ist. — u. s. w.- ' — -- „ Für mich hat es immer etwas Rührendes und Erhebendes gehabt, den Kämpfen, welche besonders seit 20 Jahren die'Juden in Deutschland um bürgecliche und gesellschaftliche Gleichstellung führen, zu folgen; zu beobachten, wie sie aus der aufgezwungenen Weltbürgerlichkeit, die sie keinen festen und sichern Boden unter den Füßen gewinnen laßt, heraus wollen, wie so viele sich des Patriotismus redlich bestreben, und wie sie nickt selten mit einer Besorgniß, die ich eine religiöse nennen möchte, Alles abzülehnen und. abzuweisen suchen, was sie als undeutsch erscheinen lasten könnte. Die öffentliche Meinung, das heißt die wahrhaft gebildete, vorurtheilsfreie Mehrzahl im Volke, ist nun endlich auch bei uns, für sie und ihre Sache gewonnen; und der Sieg also auf die Dauer nicht mehr zweifelhaft. Man kann ihn noch eine lange Zeit aufhalten; "sich den Forderungen der Humanität, der wohlverstandenen Staats- und Vaterlandsinteressen , und um es gerade herauszusagen, der gleichvertheilten Gerechtigkeit und Nothwendigkeit entgegenstellen; aber man wird der völligen Emancipation (der Juden) in Deutschland so wenig entgehen können, wie in Holland, Belgien, Frankreich und ganz Amerika u. s. w." (Einleitung.) -„Aus den Verhandlungen der Kirchenversammlung von Jlliberis im Jahre 324 geht auch hervordaß der Ackerbau in Spanien damals vorzugsweise in den Händen der Juden war, und daß sie sich mit demselben lieber befaßten als mit dem Handel, auf welchen spätere Verfügungen sie mit Macht hindrangten." Petersburg. „Se. Maj. der Kaiser haben befohlen: