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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 326

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 326 (sequence 4)
Language
German
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326 Haaren und Hellen Gesichtsfarben tragt häufig der Jude sein Glaubensbekenntniß zur Schau in seinen schwarzen Locken, in seinen glühenden Äugen; sein dunkler Teint zeigt ihn sogleich als einen Nichtchristen, und was sein Gesicht noch verschweigt, das sagt er durch Gestikulation , durch die Bewegungen seiner Hände, wenn er spricht. Aber in Frankreich, Italien, .Belgien, wo Alles schwarze Augen-und schwarzes Haar und dunkeln Teint hat, wo jeder beim Sprechen gestikulirt, fällt, diese Unterscheidung von Außen so ziemlich weg, und der erste Schritt zur socialen Emamipation ist von selbst geschehen. > (Das mag wohl im Allgemeinen wahr sein, wiewohl hiernach zugleich die getauften Juden in Deutschland zu bedauern wären, die doch nicht in jeder christlichen Gesellschaft immer erst ihren Taufschein zu ihrer Legitimatiow jedem einzelnen anwesenden Christen.vorzeigen können; allein ein sehr schwacher und unzulässiger Grund bliebe es doch immer, die Israeliten in Deutschland, wegen solcherÄußerlichkeiten nichtgesetzlichemancipirenzu wollen. D.H ) Man kann diese Bemerkung schon in Wien machen , wo die sociale Stellung der Juden eme viel angemhmere ist, als in den übrigen Städten. Und warum? Weil der Zusammenfluß, von Fremden, namentlich Italienern und Griechen, den Juden unter diesen verschwinden laßt u. s. w. (Wir brechen hier ab und vermögen nicht zu beurtheilen, ob dieser letztere Grund ganz richtig sei, da wir diese, besonders wegen des m derselben Herrschenden angenehmen Lebens von Unbefangenen sehr gepriesenen Kaiserstadt noch, nicht besucht haben. Sollten es״ aber wohl nicht vorzüglich der loyale Ton, welcher von oben herab bis in die untersten Volksklassen dort herrschen soll,, so wie die Gemüt!)- tichkeit und Geselligkeit der Wiener überhaupt sein, welche die sociale Stellung der dortigen Israeliten so angenehm machW D. H.) Förster und William Jones suchten den Israelitischen Ursprung der Afghanen zu beweisen, und wiewohl Elphinstone anderer Meinung ist, so wiesen dennoch die gelehrten Missionarien in Serampora nach, wie keine andere oriem talische Sprache so viel hebräische Stammworte enthalte, als die Pustanische.-oder afghanische.

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