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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 322

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 322 (sequence 2)
Language
German
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322 Weltweisen -- gleichwohl auf Kosten aller jetzigen gebildeten Juden, ohne etwa Ausnahmen zu ׳ machen, — daß er, 'obgleich er nach streng jüdischem Ritus lebte-; sich darin tolerant und kosmopolitisch zeigte» . - ׳ ״A lterth ü m lich k eiten. So alt sind die Juden in Deutschland,׳ wo wir sie noch immer als Fremdlinge betrach- (en mochten! — In Worms ist vor Kurzem beim Neubaue eines ehemaligen Backhauses in einem Steine der Schwelle die Rückfeite eines mit einer hebräischen Inschrift versehenen Grabsteins erkannt worden. Der dortige Rabbiner Bamberg er hat aus der Inschrift nachgewiesen, daß der Todte, dem sie gelte, Asaria, Sohn Josephs geheißen habe und im Februar 276 nach christlicher Zeitrechnung unter der Regierung des römischen Kaisers Claudius (II.) Tacitus begraben worden sei." (״Rosen" 1842, Nr. 1$5.) Der ״ United States Literary Advertiser“ t>om Januar 1842 giebt die Nachricht, daß in Charleston ein 1357׳ (?) Jahre altes hebräisches Gebetbuch sich finden soll. Es sei ein ungeheurer, auf das feinste Pergament.geschriebener Band ganz mit der Feder ausgeführt, und zwar mit einer Genauigkeit ׳und Schönheit, daß man es als ein Meisterstück der Schreibkunst betrachten kann. Aus einer Schilderung des den Juden zu Prag eigenen Stadttheils, welches in unserer Zeit die Aufmerksamkeit der verschiedenen Reisenden besonders mehr als jemals erregt, entlehnen wir Folgendes:*) — —’ ״ Merkwürdig und ehrwürdig erhebt sich in der Nähe des jüdischen Rathhauses die Altneuschule (Synagoge), unstreitig eines der ältesten Gebäude Prag's und jedenfalls, seiner byzantinischen Grundform nach, aus dem 10. Jahrhundert. Nicht zufrieden damit, behaupten manche Juden, die Synagoge habe schon, 71 Jahre vor der Ankunft Czech's in Böhmen, ge- *) ״Briefe aus Prag von Julius Krebs." (Aeit. st b* elegante Welt.)

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