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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft · p. Seite 320

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 320 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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320 vor Jahrtausenden vom israelitischen Könige Salomo selbst gegen Heiden gegebene Beispiel der Toleranz (in seinem Gebete hei Einweihung des Tempels zu Jerustflem, 1. B. Könige, K. 8. V. 4L — 43, oder auch Apostelgeschichte״ Kap. 10., V. 34 u. 35.) gerade immer in der Christenheit befolgt. Wird es doch iw dem evangelisch-christlichen Lande Norwegen sogar den 50 in. Christiania befindlichen katholischen Mitchristen nicht einmal gestattet, ein Bethaus dort, zu errichten!—י Um wie viel weniger konnte man nun von diesen Leuten im Allgemeinen erwarten, daß sie, wie auch der Ausgang der Judensache in dem letzten Storthing bewiesen, den Juden den Eintritt in ihr liebes Norwegen gestatten werden, wobei noch der große Handelsneid hindernd in den Weg tritt, und daß man sich die Juden, die man dort nie gesehen, in Norwegen meistentheils wohl als Barbaren und Ungeheuer denkt?) Unter den 2,177-485 Einwohnern der Schweiz befinden sich, der neuesten Zahlung zufolge, 7755 Israeliten. ' Im ״Kometen" heißt es: ״Der Miethwucher. soll von der wohlhabenden Bürgerklasse in Hamburg auf eine empörende Weise getrieben werden. Ein Mann, der mehrere Wohnungen auf der großen Bleiche׳ besitzt, drückt seine Miethsleute so , daß er jetzt 2000 Thaler mehr einnimmt, als vor dem Brandt Ein Professor der Naturgeschichte, welcher vor der Stadt freie Wohnung hat, überließ den untern Theil derselben an Abgebrannte für jährliche 1130 Thaler und machte dem Jnspector *) So glaubten (und glauben es vielleicht noch) die meisten Spanier, daß die Juden, die sie me. gesehen, als, wie sie wähnten, von Gott verflucht, ganz andere Geschöpfe, als alle andere Menschen seien, daß sie Pferdefüße haben, u. s. w. Als nun in Napoleon's Zeiten eine Divifton Spanier in Hamburg gelegen, wurden auch 'mehrere dieser Militairs bei Juden einquartirt; und die Spanier waren ganz erstaunt, als man sie versicherte, ihre Wirthsleute, die ihre Gäste so Liebreich behandelten und die wie alle andere Menschen aussahen, seien Juden Von. nun an schloffen sie sich um so inniger, ihnen an und versicherten, daß sie, von ihrem Jrrthume befreiet, ihre Vorurthelle gegen die Juden ewig ablegen würden.

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