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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft · p. Seite 261

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 261 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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261 geehrt wird, während er, besonders gegen das Ende seines Lebens, arm war und sehr arm starb, u. a. m. „Es ist freilich übel," äußerte einmal Wessely gegen einen vertrauten Freund, der seine dürftige Lage kannte, „die streng-frommen Juden halten mich für einen Neuerer und Aufklärer, weil ich modern schreibe und ihnen manches Zeitgemäße empfehle, und die ungläubigen für einen Orthodoxen, weil ich offenbarungsgläubig schreibe und nach dem religiösen Gesetze lebe, daher beide Parteien mir abhold sind und mich verlassen." Die Juden sind in den einzelnen Provinzen des preußischen Staats sehr ungleich vertheilt. Nach der Zählung zu Ende 1840 wohnten deren in den Provinzen: Posen 77,102, Schlesien 26,703, Nheinprovinz 26,367, Preußen 25,779, Westphalen 13,766, Brandenburg 13,747, Pommern 6832, Sachsen (darunter wird indeß der Theil, welcher früher zum Königreiche Sachsen gehörte, nicht verstanden, denn in diesem Theile dürfen noch immer keine Juden wohnen. D. H.) 4262, zusammen 194,658 (vergl. Seite 250 dieses Hefts). Hierunter sind diejenigen 326 mit begriffen, welche zue Zeit der letzten Zählung im stehenden Heere dienten. (Leipz. Zeit.) In der Allgem. Medizin. Central-Zeitung, XI, 2. St., heißt es in einer Korrespondenz aus Paris: — „Ich kann nicht umhin zu bemerken, wie erfreulich es ist, eine nicht geringe Anzahl Israeliten als praktische Aerzte und Gelehrte hier ihre Laufbahn verfolgen zu sehen, mit der größten Achtung von Seite des Publikums und ihrer Kollegen; ich nenne Ihnen nur: Roth, Sichel, Mandl, Furnard, Müller, Auerpach, Gtubi, Raciborsky, Kunewald, Otterberg und Wertheim." In Konstantinopel wurde kürzlich „Nathan der Weise" unter dem Titel: „Der weise Judengreis," in griechischer Sprache aufgeführt, wobei sehr viele Türken und auch der Sultan anwesend waren. Die Erzählung von den drei Ringen erregte einen beispiellosen Enthusiasmus, wie sie denn ganz im Geiste des Morgenlandes gehalten und auch demselben entlehnt ist. Am Schluffe der Erzählung brach ein Jubel aus, in den auch die schweigsamsten Moslem einstimmten. (Ost und West. Prag.)

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