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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft · p. Seite 251

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 251 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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251 i. 1,80 pCt.). Unter 10,000 Einwohnern waren also im Durchschnitt 180 Juden. Bei denselben fand verhältnißmaßig, in Betracht der übrigen Bevölkerung, der stärkste Zuwachs statt. (Dr. Siegfried Becher's Uebersicht der Bevölkerung der österreichischen Staaten im Jahre 1840.) Stuttgart. Ein eigener Fall bildet jetzt das Gespräch des Tages. Bekanntlich sind bei uns die Juden vollkommen emanzipirt, mit der einzigen Beschränkung, daß sie nicht zu Deputirten gewählt werden können. Staatsämter stehen ihnen rechtlich ohne Unterschied frei. Daß zeither keiner eins bekleidete, lag, der öffentlichen Meinung nach, in deren freiem Willen. Vor Kurzem kam jedoch vor, daß ein Assistent jüdischen Glaubens bei dem Oberamtsgericht Rotenburg sich um die Aktuariusstelle bewarb. Die besten Zeugnisse, nicht weniger Anciennitat, unterstützten sein Gesuch. Allein das Justizministerium fand sich nicht bewogen, demselben zu willfahren. Es sprach als Grund dafür das Hinderniß des Glaubens (!) unverhohlen aus. Man zweifelt nicht, daß der junge Mann sich bei den Standen beschweren wird. (Nürnb. Korresp.) In einem Artikel der Preußischen Staatszeittmg, betitelt : „ Würtemberg unter König Wilhelm ," kommen auch folgende Stellen vor : „Die israelitische Kirche. Durch das Gesetz vom April 1828 wurde die mosaische Kirche vom Staate anerkannt, ihr vollkommene Freiheit des Kultus eingeräumt und eine Oberbehörde aus Israeliten, unter dem Vorsitze eines Negierungskommissairs, zur Leitung ihrer Angelegenheiten eingesetzt. Die Rechtsverhältnisse der Bekenner dieses Glaubens wurden geregelt und gegen früher bedeutend verbessert. Auch erhalt die mosaische Kirche, deren Diener sammtlich Staatsprüfungen zu bestehen haben, Zuschüsse aus Staatsmitteln. — Die 61 israelitischen Schulen sind unter der gegenwärtigen Regierung errichtet worden. Zum bleibenden Andenken an das fünf und zwanzigjährige Regierungsfest des Königs von Würtemberg, am 28. September 1841, haben, dem „Anzeiger der Deutschen" zufolge, unter Anderm die Israeliten des Königreichs ein Kapital pon 6000 Fl. zusammengebracht, um ein jüdisches Wai-

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