Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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201 zuerst sein Name jn Frankreich bekannt wurde), „L'Esute di Granate,“ 5, Almanzor “ und endlich „II -Groeiato “ 0824), hinter einander mit einem Erfolg gekrönt wurden, wie ihn bis dahin noch kein Ausländer in Italien gehabt hatte. Der „ Ooeiato" machte jedoch den Beschluß seiner zunächst für ein italienisches Publikum berechneten dramatischen Eomposition, und die glänzende Aufnahme, die 1826 seine „Margarethe von Anjou" und späterhin sein „Kreuzritter" in Paris fand, bewog ihn, zunächst seine Aufmerksamkeit auf die französische Bühne zu richten, und für dieselbe die beiden großen Werke, „Robert der Teufel" und „die Hugenotten," zu schreiben, die seitdem die Reise um die Welt gemacht, und von denen namentlich das erstere, wie Herr Piazza sagt, bisher auf 140 verschiedenen Theatern der fünf Welttheile aufgeführt worden, zuletzt auf Mauritius (Jsle de France) und in, Rio de Janeiro. Aber ungeachtet der mit diesen beiden Opern geschehenen Lossagung von seiner bisherigen italienischen Schule hat sich Meyerbeer doch in Italien ein dankbares Andenken und einen ruhmvollen Namen erhalten. Ja, in der neuesten Zeit hat man dort auch angefangen, seinen ^Roberto il Diavolo“ mit dem glänzendsten Erfolg aufzuführen, und namentlich in Florenz hat man die Oper in der letzten Saison 40 Mal hinter einander gegeben. Herr Piazza schließt seine Bemerkungen über Me per beer und dessen Compositionen mit nachstehenden Worten : „ Alle kennen die Lieder Meyerbeer's, die von Diveria in Paris so merkwürdig ausgestattet worden, oder haben wenigstens von ihnen gehört. Es ist in der That bewundernswerth und, meiner Ansicht nach, auch überaus charakteristisch, welche ungemeine Sorgfalt der berühmte Componist eben so aus die kleinen als die großen Dinge in der Tonkunst verwendet. Wenn wir wahrnehmen, mit welcher ins kleinste Detail gehenden Accuratesse er die leichten Compositionen ausarbeitet, die er hin und wieder erscheinen läßt, wenn wir die feinen Fillgrän - Arbeiten der Harmonie betrachten, die darin angelegt sind , die unendlichen Gradationen der Tinten, die er in einem einfachen Liede anbringt, so können wir uns kaum denken, daß dies derselbe Künstler sei, der den vierten Akt der „Hugenotten" in Erz gegossen und so viele andere gigantische Inspirationen gehabt; in der That müssen wir uns dabei der eben so einfachen als wahren Maxime eines bekannten großen Mannes erinnern, welcher sagt :?;La genie c’est la patience.“ 4*