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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft · p. Seite 195

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 195 (sequence 2)
Language
German
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geschildert wird. — Doch lautet der Schluß, der Erzählung: „Saladin habe .dem Juden die von diesem freiwillig dargeliehene Summe nicht nur wiedererstattet, sondern demselben noch überdies ansehnliche Geschenke gemacht und ihn als seinen Freund in hohen Ehren und vielgeltendem Ansehen beständig bei sich behalten." , . . : ,;,, „ . . : ■ Der Stoff;-ü Shakefp.eare'.s „.Kaufmann vonHen§- dig" ist aus folgendem Ereignisse entnommen/ in welchem aber übrigens ' freilich keM/Spur'.zu / seiner', fürchterlichen.,. .Charakterzeichnung des Juden zu finden ist. ,"...'' ---'In. der Lebensbeschreibung des'Papstes S i x tu s I!k. von /Greg/ Lat i findet sich" folgende StelleV' „ In Rom verbreitete sich das Gerücht, Drake habe St.. Domingo in Hispaniöla'. genommen'^,.^geplündiht' und.' eine..' unermeßliche Deute gemacht/../Diese Nachricht'erhielt in einem VrieU'Paul Secchie, ein bedeutender Kaufmann her Stqdt, der große Ge- -schäste nH jenen Gegenden.machte. Er meldete es sogleich dem" Juden Slm so n /Cen.eda , . bei dem er feine Waaren versichert hatte./ C e n e d ä , in dessen Interesse es. lag, daß die Nachricht für falsch gehalten Werde,. führte manche Gründe ans nach/denen sie unmöglich wahr sein könnte , und. wurde endlich so eifrig, daß er sagte : „„ich,wette ein Pfund von meinem Fleische, daß es ' eine Lüge. .ijt/'Secchi,'ein Mann von äußerst lebhaftem Temperamente, antwortete sogleich : „„und ich wette Tausend Kronen gegen ein'Pfund von Eurem Fleische, dast es Wahrheit ist."" Ce ne da nahm die Mette an (wahrscheinlich in der Meinung, daß die Grausamkeit doch nicht ausgeführt werden dürfe. D.H), und beide kamen überein, daß S e cch i, wenn er seine Wette gewinne, das Fleisch mit einem scharfen Messer an einem beliebigen Theile des.Körpers Cenedafs ausschneiden solste. Das Gerücht bestätigte sich bald darauf, und Ceneda wurde fast wahnsinnig, als ec erfuhr, daß Secchi geschworen habe, ihn zu zwingen, der Wette buchstäblich.nachzukommen. Das Gerücht von diesem seltsamen Handel drang bis zu dem Papste, der beide Männer zu sich bescheiden und die Sache sich vortragen ließ, worauf er sagte: „„Wenn ein Kontrakt geschlossen worden ist, so ist es recht und billig, daß ec gehalten werde. Nimm also ein Messer, Secchi, und schneide °ein Pfund Fleisch aus irgend einem beliebigen Th eile des- Körpers des Juden; aber siehe Dich vor, sage ich Dir, dmn wenn Du einen Scrupel mehr wegschnei-

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