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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft · p. Seite 194

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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und Glied, w?o er Pc oben der größ ten Tapferkeit a b l e gM /."-.begab sich nach beendigter Schlacht zu seinem bereits im... Hospital .liegenden sehr kranken Herrn um ihn zch pflegen, und wich nicht!. ehervon seiner^Sekteatö .bis..wir/'den . 26. Mai in der Nacht von Huesca aufbrechen sollten?" Vom Thore aus s wosammtliche -nicht schwer Verwundete nach Barbastro hm weitertransportirt -werden sollten., vermißte unser Benjamin unter-diesem seinen-Herrn.^ Er^hat hierauf nichts' Eiligeres zu chün.als. nach dM, Hospitalzu laufen,, um sich, nach seinem" Herrn umzusehender '.hierwie alle schwer Ver-.' stundete, zürückgelassen war und der Großmuth 'des'Feindes^ überlassen werden sollte! - Benjamin aber nimmt seinem Herrn auf die Schulter und schleppt sichmit ahm über., fünf Stünden Weges, wo eralsdann in seinen Armen- -verschied. . Benjamin,, untröstlich über diesen Verlust..,, wurde, seit dieftr Zeit, ein ganz anderer Mensch. Früher al< Spaßmacher im ganzen Bataillon bekannt und von Allen geliebt, war er jetzt der traurigste und einsylbigste Mensch -geworden, der von nun an in allen vorkommenden Gefechten auf alle ersinnliche Weise seinen Tod suchte, ihn jedoch nicht fand. Diese so auffallend große Anhänglichkeit an seinen Herrn war lautere Dankbarkeit, die er der Mutter des Verstorbenen schuldig war, die ihm als eines armen Juden und ihres Nachbars Kinde sehr viel Gutes erwiesen hatte. Benjamin war ein Jude, der gewissenhaft die Gesetze seines Glaubens hielt (insoweit es ihm sein Stand und sein Aufenthalt in Spanien, wo es keine Juden und keine jüd. Gemeinden giebt, erlaubte. D. H.),. der gewiß keinem Christenkinde" auf eine so edle, mühevolle Weise das Leben zu fristen gesucht haben würde, wenn das Wahrheit wäre, was der Unfug zu Damaskus neuerdings wieder aufgetischt hat, und woran noch viele (Christen) zu ihrer eigenen.Schande glauben."' Die in Lesfing"s dramatischem Gedichte: „Nathan der' Weise" (in der siebenten-Scene des dritten Aktes) vorkommende Parabel von den drei Ringen findet sich in dem D eka m e r o n des B o ca c c io, und zwar in der dritten Erzählung des ersten Tages, aus welcher Lessinz überhaupt die Idee zu jenem -Drama geschöpft zu haben scheint, wenn gleich bei Bocäccio von dem Charakter und. der Handlungsweise des Juden (Melchisedech genannt) eben nichts Rühmliches gesagt, derselbe vielmehr als ein kluger- Mann, dabei aber als Geizhals

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