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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft · p. Seite 162

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
Article
Archivarisches
Date
1834-01-01
Page
Seite 162 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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162 aber ich darf wohl auf eine so große Gnade nid)t rechnen. Die Königin von Dänemark ist die Tante Ihres menschenfreundlichen Herzogs Leopold. Könnte ich von diesem huldreichen Fürsten eine Fürbitte erhalten, so würde ich wohl gegen die Verfolgungen unserer Glaubensgenossen geschützt werden." Vertrauungsvoll geht der Vater, ein ehrwürdiger Greis, mit diesem Schreiben zum Herzog, wird sogleich vorgelassen, und schüttet sein bekümmertes Herz vor dem theilnchmenden Menschenfreunde aus. Dieser crthcilt die Antwort: „ Ich werde ihm das Empfehlungsschreiben eigenhändig aufsetzen; nur heute ist mir's nicht möglich , da ich dringende Regimentsgeschäfte abzumachcn Habe." Hocherfreut kehrt der getröstete Vater zurück und kann seiner Frau von der Leutseligkeit des Fürsten nicht genug erzählen. In der Abenddämmerung klopft es an die Thür der armen Familie. Der Alte öffnet und erblickt mit freudigem Erstaunen den Herzog Leopold, der zu ihm sagt: „Ich bringe Euch, mein lieber Mann, den Brief noch heute, da meine Geschäfte früher beendet worden sind, als ich glaubte. Schreibt Eurem Sohn noch heute, und sagt ihm, er möchte diesen Brief ja selbst der Königin überreichen. " „Edelster Fürst," erwicderte der hocherfreute Greis, „Gott mag's Ihnen lohnen, was Sie an mir armen Männe und meinem Kinde thun; allein für heute ist cs zu spät, an meinen Sohn zu schreiben., Zn einer halben Stunde geht die Post ab, und man nimmt jetzt schon keinen Brief mehr an." — „Seid außer Sorgen, lieber Alter, von mir nehmen sie ihn noch; schreibt nur geschwind. Ich will ihn selbst abgcben, mein Weg führt mich bei der Post vorbei." Der Alke mußte sich setzen und schreiben. Während der Zeit unterhielt sich der Fürst auf die leutseligste Weise mit der Frau und trug dann den Brief selbst zur Post. Man öffnete hier recht gern das schon geschlossene Felleisen. Der Brief gelangte glücklich an den jungen L e v i n,

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