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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 146 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Am 20. Ang. 1839 starb zu Breslau der Veteran der schlesischen Aerzte, Herr Dr. Elias Herrschet, geboren dm 4. April 1755. (Man sehe das Nähere über diesen ehrwürdigen Israelitischen Arzt: in der Sulamith, 6. Jahrg. 10. Heft, Seite 247, und 8. Jahrg. 3. Heft, Seite 173. D. H.) In einem Korrespondenzartikel aus Breslau in Nro. 258 des Morgenblattes von 1839, wird über diesen ״medicinischen Veteran" Folgendes mitgetheilt: ״Sein Tod erregte die allgemeinste Theilnähme; denn es war dieser edle Israelit eben so ausgezeichnet als Arzt, wie als Mensch. Er war einer jener seltenen starken Geister, die unermüdlich den Kampf mit feindlichen äußern Ver- Haltnissen bestehen, bis siegreich die Entwickelung ihres Berufs daraus hervorgegangen, dessen sie schon frühzeitig bewußt geworden. Aus dürftiger Niedrigkeit, unter unendlichen Entbehrungen und Opfern, beständig verletzt seines Glaubens wegen, wandelte er auf seiner wissenschaftlichen Laufbahn einen Dornenpfad/wie Wenige. Und er hat Bedeutendes darauf geleistet und namentlich war es die Gebnrtshülfe, die er hier aus ihrer rohen Kindheit zu dem trostvollsten Standtpunkte beraufbilden half, auf dem sie sich jetzt befindet. Unermüdet thätig beim Vollgenuß des öffentlicheu Vertrauens, war Henschel dabei beständig mit seiner Kunst und Börse ein Vater der Armen, der diesen viel zu früh starb, wie lauge auch die Parze seinen edlen Lebenssaden spann, und der ihnen vielleicht lange, sehr lange unersetzt bleiben wird." Am 20. Januar 1641 starb zu Kassel der allgemein geschätzte Oberlehrer und Schulvorsteher Herr Dr. Moses Büdinger, ein als pädagogischer Schriftsteller und Verfasser sehr nützlicher Religionsbücher mhmlichst bekannter Mann. Wir vermögen insbesondere unfern Schmerz über das Ableben.dieses Edlen und gelehrten Freundes nicht mit Worten auszudrücken. Ein Verlust für Israel! Die Wiener Zeitung enthält einen Nekrolog des in den letzten Tagen des Monats August 1841 zu Prag verstorbenen einer von denen war, welche erst die Bahn brechen mußten. Bis an sein Lebensende war er Literarisch thätig, wie insbesondere seine letzte Schrift: ״Reminiscenzei^ vorzüglich auf Reorganisation des öffentlichen Gottesdienstes bei den Israeliten, u. f. w. Prag 1837," näher zeigt. Durch den Lod des Herrn Beer haben wir einen vieljährigen treuen Freund verloren, welcher auch früher ein fleißiger Mitarbeiter der Sulamith war. D. H.

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