Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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139 nigs und der Königin von Preußen in Frankfurt a. O., am 15. Septbr. 1841, unter den deshalb gewählten städtischen 4 Deputaten ein Israelit, der allgemein geschätzte Herr Stadtverordnte Herr I. C. Baswitz, welcher bei der Tafel das Glück hatte, von Sr. Maj. dem Könige auf eine diesen Deputirten auszeichnende Weise, huldreichst angesprochen zu werden Im Departement des Oberlandesgerichts zu Köslin wurde der Kaufmann Herr Joseph Joseph zu Bublitz — jüdischen Glau- ׳ bens — zum Scbiedsmann gewählt. ,,Wenn nun, wie aus einem öffentlichen amtlichen Berichte hervorgeht , im Jahre 1840 von 1856 Streitsachen bei 145 Schiedsmännern 269 der erstern einem Einzigen zur Schlichtung übergeben wurden und dieser Eine zugleich unter den Schiedsmännern der einzige Jude war, so wird dieses Resultat dadurch noch ehrenvoller, daß derselbe laut des amtlichen Nachweises von'jenen 269 Streitsachen, nachdem 3 zurückgenommen worden sind, 266 geschlichtet hat: ein Verhältniß, welches zeigt, mit welchem Eifer, aber auch mit welch großem Vertrauen er sein richterliches Amt verwaltet hat. Dies ist denn auch der hohen.und höchsten Behörde nicht entgangen, wovon folgendes, am 23. April d.J. an Hrn. Joseph gerichtete Schreiben des Oberlandesgerichtsprast'denten v. Bahr zu Köslin Zeugniß giebt: ״Die angefertigten Nachweisungen von den von den Schiedsmännern in 'diesem Departement des Jahres 1840 verhandelten und verglichenen Sachen liefern nicht nur im Allgemeinen ein sehr günstiges Resultat von der Wirksamkeit dieses Instituts, es hat auch insbesondere ergeben, daß Ew. Wohlgeb. sich bei Verwaltung dieses Amtes rühmlich ausgezeichnet und das in Sie gesetzte Vertrauen Ihrer Wahlmänner vollkommen gerechtfertigt haben. Nur allein wenn die Schiedsmänner mit einem solchen Eifer, wie Sie gethan, ihr Amt verwalten, kann ein Institut gedeihen, welches dm schönen Gedanken ausspricht, Prozesse zu vermindern und Streitigkeiten von Männern schlichten zu lassen, die allein durch das Vertrauen ihrer Mitbürger zu diesem ehrenvollen Amte berufen worden. Von des Hrn. Justiz- Ministers Excellenz bin ich angewiesen worden, Ew. Wohlgeb. wegen des von Ihnen bewiesenen Elfers dessen volles Anerkenntniß hiermit auszusprechem" sDergl. Leipz. Allgem. Zeitung.) Breslau. Auf Allerhöchsten Befehl erschien bei der Cour am 13..Sept. Abends auch eine Deputation, welche aus sammtlichen schlesischen jüdischen Gemeinden zu deren Vertretung