Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- Österreich [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ehrenworte und Pradicate ״Edler v. Portheim" in den Adel« stand ׳ erhoben worden.- Die König!. Baierische botanische Gesellschaft hat den Arzt, Herrn D»\ Jtzigsohn in Frankfurt a. O., in Anerkennung seiner Forschungen im Gebiete dtr Mooskunde, zü ihrem korrespondirenden Mitgliede ernannt. Seine Majestät der Kaiser von Rußland haben dem Herrn Dr. pkilos. Ludwig Philippson, Prediger der Ist raelitischen Gemeinde in Magdeburg , nach Uebersendung seiner neuen Bibelausgabe, eine große goldene Verdienstmedaille mit einec angemessenen Umschrift durch Se. Excettenz den Herrn Minister der Volksaufklarung, von Uwaroff, senden zu lassen geruhet. Als kürzlich in -der französischen Deputirtenkammer die Beschwerde des Israeliten, Herrn Wormser daselbst, vockam, daß man ihm in Dresden das Recht eines F r a n z cjf e n nicht gestatten wollte und ihn bloß als einen fremden Juden betrachtete, welchem, als solcher, in Folge eines erneuerten sehr alten Gesetzes , der dottige Aufenthalt nicht zu gestatten sei, (gegen welches Gesetz aber^ sich beim Schlüsse der' letztern sächsischen Landstände-Versammlung Mitglieder derselben human aussprachen), erregten in der französischen Kammer besonders folgende Worte des Herrn Car not allgemeines und anhaltendes Gelächter: Auf die Frage des Herrn Wormser: ״Was für einen Beweis haben Sie dafür, (daß ich ein Jude sei)?" antwortete man ihm in Dresden, ״Ihren Namen: Sie heißen Abraham, also sind Sie ein Jude." — Ein Mitglied: ״Was würden die Leute von unserm Kollegen, Herrn Abraham Dubois sagen, wenn er in Deutschland reifte!" (Abermaliges Gelachter.) Der Minister des Auswärtigen versprach hierauf, deshalb zu unterhandeln. In Basellandschaft war es damals in so fern ein anderer Fall, da dieses Land mit Frankreich eine Convention abgeschlossen hatte, daß nämlich alle Franzosen dort als Inländer betrachtet werden sollten. Im preußischen Staate sind bekanntlich auch Juden als Stadtverordnete thatig und wirksam, und genießen die Zufriedenheit ihrer Mitbewohner. So befand sich auch bei der Durchreise und dem feierlichen Empfange I. I. M. M. des Kö-