Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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137 durch Treue und Ergebenheit für mein Gouvernement ausgezercbnet hat-, darin verharren wird." (Seitdem ist diese Synagoge auch bereits eingeweiht worden.) Bromberg (d. 4.Marz 1841). Der Baron A. v. Rothschild zu' Frankfurt a. M. hat der Jsraelitengemeinde zu Krojanke zur Erbauung einer neuen Synagoge ein Geschenk von 2000 Thlrn. gemacht. Früher bereits hatte S e. Majestät der König von Preußen durch Vermittelung des Herrn Ministers Ro th er dieser Gemeinde die Bausteine zur Errichtung ihres Gotteshauses geschenkt. (A. P. St. Z.) Mainz. Unlängst sind hier von der Behörde die Chefs zweier geachteten Handelshäuser zu Handels- Notablen ernannt worden, eine Ehre, die früher Kaufleute dieser Konfession nie widerfahren ist. Dieser Fortschritt steht im Widerspruch mit einem noch aus der Kaiserzeit datirenden Gebrauch: dem sögenannt'enJudenpatent, das einstNapoleon für einige französische Departements für eine kurze Zeit instituirte, das aber in Frankreich längst aufgehoben ist, wahrend es in den rheinischen Provinzen, die einst zur Fremdherrschaft gehörten, mehr oder wemger noch beibehalten wird. Die bezeichnten Handels-Notablen also, auf deren Redlichkeit und SolMtät man mit Recht alles Vertrauen setzt, und die unter Umständen nun Mitglieder der Handelskammer und des Handelsgerichts werden können, müssen ein Judenpatent oder besser ein Redlichkeitspatent von der einschlagigen Behörde nehmen, wenn ihre Forderungen vor Gericht Geltung haben sollen. Dieses Patent hat nicht einmal einen Zweck; denn weit entfernt, daß es dem Wucher entgegenwirkt, wissen vielmehr die Wucherer am ersten sich in den Besitz eines solchen Patents zu setzen, um dann nur um so sicherer ihr trübseliger Geschäft treiben zu können! (Berl. Vossische Zeitung.) Sonderbar ist es allerdings, daß man so manches Gute für die dortigen Israeliten, welches ihnen durch die fremdherrschaftliche Gesetzgebung zu Theil wurde, z. B. das Recht, Staatsamter zu bekleiden u. a., aufgehoben und beschränkt hat, während man noch nach 28 Jahren jenes momentane, unangemessene Napoleonische, in Frankreich seit 26 Jahren völlig aufgehobene Gesetz noch beibehalt! ' Oesterreich. Die beiden Brüder Moses und Juda Porges, Kattun- und Druckfabrikanten zu Prag, sind mit dem