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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 136 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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136 Der ״Könnt" theilt Folgendes als Curiosum mit: ״Im Frankfurter Journal wird eine Israelitische Gastwirthschaft angekündigt. — Also sogar Nachtlager und Stiefelknecht nach den Konfessionen. Und das soll zur Ausgleichung, zur Emancipation führen?" Danundie meisten Euriosa in den Annoncen solcher Art doch, wie natürlich, weil sie die Mehrzahl der Bevölkerung ausmachen, von Christen herrühren, so mag auch wohl einmal so etwas von einem Israeliten kommen. Der uns unbekannte gute Mann ist wahrscheinlich ein Speisewirth und zeigt wohl den strenggläubigem Israeliten an, daß sie bei ihm nicht allein nach jüdisch-religiöser Vorschrift zubereitete Speisen bekommen, sondern zugleich zu ihrer bessern Bequemlichkeit deshalb, .auch logiren können, und daß er also eine Gastwirthschaft ״für Israeliten" habe. Ob die altgläubigen Israeliten gewisse Speisen ja oder nicht essen, und mitunter einmal ein Einzelner, dieser Bequemlichkeit wegen, bei einem Israeliten logirt, das ist bloß ihre Sache und kann dm Staat nicht kümmern, noch weniger die Emancipation verhindern; und daß der Staat wirklich nicht die mindeste Rücksicht auf solche Dinge nimmt, beweiset doch, daß, ungeachtet eine so sehr große Anzahl Israeliten die Speise- und andern Religionsgesetze jetzt Übertritt, sie dennoch in den meisten deutschen Landem noch nicht völlig emancipirt, ja in einigen sogar noch Schutzjuden geblieben sind. , (Nachträglich.) ״Oeffentliche Blätter enthalten ein Schreiben aus Mastricht " heißt es in der Preuß. Allgem. Staats-Zeit, ״nach welchen Se. Majestät der König (Wilhelm) der Niederlande der nicht bemittelten und nicht zahlreichen dortigen Israelitischen Gemeinde ein Geschenk mit einem öffentlichen Platze, 2000 Fl. an Werth, und 6400 Fl. baar gemacht, um die projektirte (nun bereits vollendete) Synagoge vollenden zu können. Die Gemeinde sandte 2 Deputirte, den Posthalter Kauffmann und den Forstmeister Bloemendal, aus ihrer Mitte nach dem Haag,*) um Sr. Majestät für diesen hohen Akt Königlicher Gnade ihren tiefen Dank abzustatün. Se. Majestät nahm diese huldvoll auf und antwortete ihnen u. A.: ״Ich hoffe; daß Ihre Gemeinde, welche sich immer Bis jetzt hat noch keine d e u t s ch e Iftaelitengemeinde aus ihrer Mitte einen Posthalter oder gar einen Forstmeister als Deputaten schicken können. D. H.

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