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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft · p. Seite 90

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 90 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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90 lichen Unternehmens dieses Ehrenmannes durch Anschaffung dieser Schrift an den Tag zu legen. 2) Israelitischer Musen-Almanach. Bon Samuel Mayer, Doctor der Philosophie und Rabbiner in Hechingen. Istcr Jahrgang (1840). Zn der neuesten Zeit erschienen auch bisweilen Zsraclitische Novellen, welche oft mit Beifall alisgenommen wurden. Auch dieser Israelitische Musen-Almanach mit seinen C'rzähhingen, historischen Novellen u. s. >v. sei willkommen, und zwar um so mehr, als er von einem Rabbiner kommt, eine Erscheinung, die man noch vor 30 Zähren als etwas Sonderbares betrachtet Härte.*) Zn dem Vvrwor! zu diesem Mmanach äußert der Herr Verfasser Folgendes: ״Alle Perioden der Geschichte der Zsracliten bieten reichliche Stoffe für die historische Romantik dar, denn ihr Leben war und ist mannigfaltig an interessanten Erscheinungen. Zn diesem Almanach, der auf dem Gebiete der deutschen Literatur als eine neue Erscheinung begrüßt werden dürfte, soll dieses ehemalige und gegenwärtige Staatsleben durch Erzählungen, Novellen und Gedichte geschildert werden u. s. w. — Die Geschichte selbst ist noch nicht genug entwirrt und klar herausgcstellt, Sie zeigt dem Forscher viele Widersprüche und Umvahrschcinlichkeitcn, über welche sich die Poesie mit raschem Fluge, doch auf den Bahnen der Möglichkeit erhebt. So z. B. wird von dem babylonischen Talmud berichtet, daß Rabbi Akiba die Wittwe des Rufus zur Frau genommen habe. Nach dem jerusalcmitischen Talmud aber (Tr. Berachoth 37, a) ließ ihn Rufus hinrichten. Die historische Kritik ftlcht die Aechtheit der einen oder der andern Angabe nqchzuweisen. Zn der Novelle aber werden beide entgegen- *) Es ist unerhört, würde eS im Volke geheißen haben, daß sich ein Rabbiner mit solchen unnützen Dingen beschäftigt, besonders weil die Mehrzahl der Leser den Nutzen und den Werth solcher Arbeiten wchr zu würdigen verstanden hätte.

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