Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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75 Israeliten mit Bürgerrecht 102,917 (wohl damals im Posenschen?) 80,662 Zusammen 183,579. „Fünfzehn Jahre vorher," heißt eS ferner in politischen Zeitungen, „zahlte man nur 144,737, zu welchen seitdem, durch Ueberschuß der Gebornen 33,034, durch Erwerbung des Fürstenthums Lichtenberg 410, und außerdem noch 7266 kamen, wahrend 1088 zur christlichen Religion in diesen fünfzehn Jahren übertraten. Die stärkste Jsraelitengemeinde des Landes befand sich in Posen mit 6828, worauf die von Berlin, Breslau, Kempen, Lissa rc. folgten. Bemerkenswertst ist es, daß bei den Juden die Sterblichkeit der Säuglinge geringer und ein hohes Alter nicht so selten ist, als bei den Christen: das Erstere wahrscheinlich daher, weil Israelitische Frauen höchst selten außer dem Hause arbeiten und sich so während der Schwangerschaft und des Saugens mehr in Acht nehmen können; das Letztere vielleicht deshalb, weil die Juden fast durchgängig sehr wenig berauschende Getränke, namentlich aber wenig Branntwein genießen." Im Bromb erg er Verwaltungs-Bezirk befanden sich 1838 unter der jüdischen Bevölkerung von 22,292 Seelen, 3634 Kinder im schulpflichtigen Alter, wovon 903 in den christlichen und 2406 in den jüdischen, zusammen 3309 Kinder in den Schulen den nöthigen Elementar-Untercicht erhalten. Ohne Unterricht bleiben dagegen 325 Kinder. (Preuß. Staatszeitung.) In einer Aufzahlung der in letzterm Jahre in Dresden Geborenen, Gestorbenen u. s. w. überhaupt, heißt es, in Betreff der Israeliten daselbst, in der Leipziger Allgemeinen Zeitung: „In letzterer (Gemeinde) sind 4 Paar getraut, 16 geboren und 18 beerdigt worden. Trotz der Emancipation scheint diese also, wenn auch sehr langsam, zu verschwinden." — Man muß aber bedenken, daß es 1) dort noch keine eigentliche Emancipation, als solche, für dieselbe giebt, wie auch amtlich ausgesprochen ward; 2) aus eben diesem Grunde und aus erschwertem Erwerbe keine Vermehrung derselben durch mehrere Heirathen gut möglich ist und 3) daß die Zahl der Gestorbenen hoffentlich doch nicht immer die der Gebornen in der Gemeinde übersteigen wird..