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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft · p. Seite 72

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
Article
Paris [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 72 (sequence 2)
Language
German
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72 mußte herzlich lachen (?), als mir der Eine unter seiner Uniform hervor sein jüdisches Schaufadenkleid zeigte, um mich (als Juden) davon zu überzeugen (daß er ein Jude sei), doch schwor mir der Vater des Bräutigams, der Lieferant bei der französischen Armee 1815 war, daß nach der Schlacht bei Waterloo er und sein Freund die Juden auf dem preußischen Wahlfeld herausgesucht haben, und daß sie 1400 solche Kleider mit Schaufaden gefunden hatten. Der Mann heißt Morel und ist — nun ja, ein Millionär." — (Zeitung f. d. eleg. Welt.) In der Original-Mittheilung aus dem afrikanischen Reisetagebuche Herman Mathai's (Abend-Zeitung) steht unter anderen auch Folgendes, die Israeliten in Bona betreffend: Bjona. Nur des dort hin Semilaffo's vorletztem Weltgang) mit anwesenden vornehmen Juden Jacub und seiner Tochter Esther muß ich gedenken, als zweier Erscheinungen, die, wie aus einem Roman herausgeschnitten, uns, ersterer durch seine ausgebreiteten Kenntnisse des Landes und seiner Bewohner, die Feinheit seiner Manieren und die Gewandtheit seiner Unterhaltung, letztere durch ihre ausnehmende Schönheit ungemein interesstren. Ich sprach mit jenem viel über die Lage seiner Glaubensbrüder vor und nach der Occupation und es war mir nicht befremdend zu vernehmen, daß.dieselben zwar jetzt mehr persönliche Achtung und Würdigung genössen, einzelne von ihnen sich sogar eines sehr bedeutenden, aber wie Jacub verständig genug zugab, für beide Theile oft höchst nachtheiligen Einflusses auf die Verhältnisse der Franzosen zu den Eingeborenen rühmen könnten, daß aber die pecuniaren Vortheile auf Seiten der Juden sonst größer gewesen waren. Sie hielten früher sehr zusammen, litten mit einander und wurden mit einander reich, und diese Gemeinschaftlichkeit gab ihnen in ihrer Gesammtheit eine festere (!) Stellung, als sie jetzt haben. Traines dans la boue par le peuple (!!) ils gouvernaient dans le Divan. Esther aber meinte, daß es jetzt unbedingt besser sei, als früher, (das schöne Mädchen hat, auch abgesehen von ihrem weiterhin angegebenen weiblichen Grunde, völlig recht. Eine, derReligion wegen, unterscheidende, erniedrigende Behandlung, die dort gar eine barbarische war, ist gewiß das Abscheulichste für jeden fühlenden Menschen, und was sind dagegen elende pecuniare, und die von Jacub angegebenen Vortheile? D. H.) jetzt dürft sie sich doch schmücken, wahrend früher Gold und Edelgestein im Keller vergraben gewesen wäre

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