Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
- Article
- Schweden [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Unterm 21. Sept. 1838 wurde die Modisication festgesetzt, daß vor der Hand die Israeliten nur in Stockholm, Gothenburg, Norrköping und Karlskrona wohnen sollen, und falls sie oder ausländische Israeliten in andern Städten wohnen wollten, es dazu der Königlichen Erlaubniß erst bedürft u. s. w. Nachdem unterm 18. Januar 1839 14 bis 1600 Bürger der Regierung eine Bittschrift, in Betreff der Juden-Emancipation übergeben, kam die Sache auch beim Reichstage zur Sprache und es heißt in einem Zeitungs-Artikel aus Stockholm, vom 30. April 1841, wie folgt: „Vom Adelsstände ist die Frage, in Betreff der den Juden in Zukunft zu ertheilenden Erlaubniß, sich in Schweden niederlaffen zu dürfen, bejahend beantwortet worden,, indem dieser Stand das ungünstige Resultat, welches sich bei den andern (drei Reichs-) Ständen darüber ergeben hatte, mit 47 gegen 27 Stimmen verworfen hat. Die, welche sich am wärmsten für die Emancipation äußerten, war Graf Taube, Hr. Edenhjelm und Hr. Lili'emstolpe." Dänemark. Herr Dreversen trug bei der dänischen Ständeversammlung auf vollständige Emancipation der Juden an. Mit 32 Stimmen gegen 30, wurde im December 1838 die Einreichung eines solchen Antrags beschlossen, um Sr. Maj. dem Könige zur -Entscheidung überreicht zu werden. Seitdem aber verlautet nichts weiter hierüber. — Der jetzt regierende König von Dänemark, Christian der VIII. äußerte gegen den Ober - Rabbiner Herrn Dr. Wolf in Kopenhagen, unter Anderm: „Ich hoffe, die Stellung Ihrer Glaubensverwandten in den Herzogthümern zu verbessern, welche derjenigen, die sie in Dänemark einnehmen, nicht gleich ist. Ich habe mich selbst von den Fortschritten überzeugt, die hinsichtlich Ihres Religionsunterrichts gemacht worden sind. Fahren Sie so fort und seien Sie von meiner Königlichen Gewogenheit versichert." Bei den Landständen in den Herzogthümern kam hierauf die Sache der Juden zur Sprache, fand aber auch dort Gegner. Der thätige Herr Rabbiner Dr. Heilbut in Glückstadt hat in der dortigen Spnagoge am Krönungstage Sr. Majestät des Königs, am 28. Juni 1840, eine angemessene Rede, mit Beziehung auf diese Verhältnisse gehalten, die in Kiel (bei Bauermeister und Comp. 1840) erschienen ist. Als in Jütland bei den Landständen darüber discutirt wurde, ob die Juden zu Mitgliedern derselben gewählt werden können, waren Stimmen dafür, aber auch manche da-