Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Aus dem Badischen [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 412 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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412 Aus dem Baden scheu. Damit das Gesetz v. 3. Aug. 1837 wegen Aufhebung alter Abgaben durchgreifend zur ErfülluNg komme , sind die Bürgermeister durch eine Ministecialversin gung vom 23. Dez. 1837 aufgefordertworden, ihre Gemeinden zu versammeln und Jedermann aufzufordern / daß er nicht säume, 'Entlassungsgesuche von Leibeigenschafts-, Juden- und anderen steuerähntichen alten Abgaben einzureichen. Wer in Zweifel dar- Liber ist, ob eine Abgabe, welche er entrichtet, in die Klasse der aufgehobenen gehöre, soll darüber aufAnfrage bereitwillige Auskunft der Behörden erhalten. (Anzeiger der Deutschen.)׳ Der als Philolog berühmte Herr Dr. W. Freund in Breslau hat die dortigen Israeliten, wie die Schlesische Zeitung vom lO.Febr. 1838 mittheilt, zu Beiträgen zu Lessing' s Denkmal, durch die Schrift des 01׳. Rieß er veranlaßt, aufgefordert und in wenigen Tagen sind bei ihm 112 Thlr. 25 Sgrv eingegangen. (Diese Sammlung ist jetzt geschlossen, und i,m Ganzen sind einige hundert Thalec eingegangen.) Der in Breslau vor Kurzem gestorbene Israelitische Kaufmann Kroh hat den dortigen Wohlthätigkeits-Anstalten 11,000 Thlr. vermacht. (Berliner Spenersche Zeit.) Der Herzog von Ragusa sagt in seiner Neisebeschreibung, ,/daß er m Nablus, dem ehemaligen Samarien, noch einen bis 'auf 3—400 Personen geschmolzenen samaritanischen Stamm angetroffen habe, der nie diesen Ort verlassen und sich nie mit Fremden verbunden hat." Dies ist aber durchaus nichts Neues und der Gegenstand auch bereits in der Sulamith, nämlich im 9. Hefte des 4. Jahrganges, Seite 196 authentischer und ausführlicher besprochen worden. Wenn übrigens, wie der Herzog berichtet,V der Oberrabbiner behauptet hat, er stamme in gerader Linie von Aaron, dem Bruder Mosis, ab, und sei im Besitze von Büchern, welche Aaron's Sohn selbst geschrieben habe, so wollen wir diesem ׳guten Priester seine eingebildete Wichtigkeit so wie den -wichtigen Besitz seiner seltenen Bücher immerhin gern gönnen, und keineswegs in unsrer toleranten Zeit wieder die alte Behauptung ׳ auftischen, daß die Samaritaner, welche (nach Josephus) bekannt- Verunglückten, Israelitischen und christlichen Glaubens, in Pesth, eine Predigt herausgegeben, welche beiHammerich und Kesser in Hamburg (Preis 8 Schiü.) zu haben ist. D.H.