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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 410

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 410 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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410 rheilt, welches damals Än solches Aussehn erregte, daß selbst die Berliner Zeitungen Auszüge aus der Sulamith , wiewohl ohne Angabe derselben, über diesen Gegenstand wörtlich lieferten. Uber diese ״Juden-Kolonien" ist nun ein von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland 'allergnädigst bestätigtes Gutachten des Russischen Reichs-Rathes vor Kurzem erschienen, welches die nähern Verhältnisse der gedachten Kolonien festsetzt und in der Preuß. Staatszeit. mitgetheilt ward. ״Besonders soll", heißt es dort, ״der Dirigirende außerdem, daß er den Israelitischen Ansiedlern bestimmte Ländereien anweist, bemüht sein, nach Maaßgabe der vorhandenen Mittel in den Kolonien für den Unterricht der Kinder dieser Ansiedler im Lesen und Schreiben des Russischen, so wie in den vier Species, Schulen zu errichten, den Ackerbau, Gartenbau und die Seidenzucht in den Kolonien zu befördern, rc." Die Israelitischen Kolonisten Dürfen nur mit ihren Erzeugnissen handeln. Nach 20jährigem Verbleiben in den Kolonien dürfen sie in den Handelsstand übertreten und in Städte ziehen. ״Ungeachtet die Juden in Polen während der Insurrektion große Verfolgungen erlitten," sagt der Feldmarschall Fürst Paskewitsch-Enwansky, Statthalter des Königreichs Polen, in seinem an Se. Maj. den Kaiser gerichteten Berichte, ״so hat sich ihre Anzahl doch, wie dies die erste, gleich nach Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung bewirkte Revision darthut, keinesweges bedeutend verringert, seit jenem Zeitpunkt vermehrt sie sich aber." (AUg. Pr. St.-Z.) _ Warschau, 17/April 1838. Gestern hörte die Jsrae- Litische Gemeinde zum ersten Male eine Predigt in deutscher Sprache, die der Kandidat der Philosophie, Herr Goldschmidt, in der deutschen Synagoge hielt. (Leipziger Zeit.) Eine Verfügung der Kaisers. Österreichischen Regierung aus den ersten Tagen des Juni 1837 hat einige beschränkende Bestimmungen des Toleranzedikts Joseph II. von 1782 für die in Österreich wohnenden Juden aufgehoben (welche?) und dabei sich dahin erklärt: ״daß die deutsche Sprache allmählich auf alle Gebete im Bethause in Anwendung gebracht werde. (Phönix.) ״In dem Tagebuche eines Wiener Kaufmanns, welcher sich während des durch die Überschwemmungen in Pesth herbeigeführten Unglücks dort aushielt, steht auch folgende humane Handlung

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