Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Literatur [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 388 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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388 fen. der Entschlafenen alle Jahrezu Ihun. (Das MMnden eines Lichtes am Jahressterbetage der Eltern geschieht, zum Andenken an dieselben, von deren Kindern snicht von Ve1> wandten), in der Regel in den Wohnungen, es sei denn, daß irgend Jemand vielleicht dort zu dem Ende auch ein Wachslicht in die Synagoge schenkt. ׳Aber wie könnten wohl auch dann bei einer solchen -jüdischen Bevölkerung, wie die in Brody ist, ״zwei kleine einfache Leuchter" dazu hinlänglich sein? —-) Aus der Linken Seite der Bundeslade brennt in einer Lampe ein unauslöschliches Feuer. (Die sogenannte ״beständige oder ewige-Lampe," wie in allen Synagogen üblich.) ,• In der Mitte der Synagoge zwischen den vier Saulen erhebt sich eine Estrade, auf der zur Zeit des Gebets die Sänger sitzen. (Diese Estrade ist die in allen Synagogen befindliche Tribüne, auf, welcher die Thora vorgelesen wird u. s. w., und statt ״Sänger" soll es hier wohl heißen: Synagogen-Diener.) Sie gehören keinem besondern Stamm an (ist richtig), sondern fungiren um Lohn (wie die Diener und Cantoren der christlichen Kirchen); aber Unverehelichte können (?) nicht unter die Zahl der Sänger (ist wohl hier immer von den Cantoren, oder eigentlichen Vorbetern, die Rede) aufgenommen werden. (Ist unrichtig. Nur am Neujahrs- und am heiligen Versöhnungsfeste wird es aus gewissen Gründen in den Jsraeliten-Gemelnden gern gesehen, wenn der Vorbetende ein Ehemann ist; doch findet man auch an diesen Festen unverehelichte Vorbeter in manchen Synagogen.) Auf einer Stufe dieser Estrade liegen zwei rothsammetne Kissen (hier ist wieder die Farbe als etwas Bestimmtes angegeben) zum Beschneiden der Knaben (das Geschlecht ist wohl hier aus dem Grunde deutlich angegeben, damit man nicht etwa glaube, diese Cermonie finde, wie bei den abessinischen Christen, ohne Unterschied des Geschlechts Statt.) Diese Cermonie wird auf nachfolgende Weise vorgenommen: am achten Tage nach der Geburt bringt die Mutter (diesem nach müssen die istaelitischen Frauen in Brody, wie die in Algier, wo es, wie wir