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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 364

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
Zur Würdigung unserer Zeitgenossen: Wilhelm Beer
Date
1834-01-01
Page
Seite 364 (sequence 2)
Language
German
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364 begonnenen deutschen Freiheitskriege, avancirte in einem Dragoner-Reg. (Prinz Wilhelm genannt) zum Lieutenant, und befand sich als solcher im zweiten Feldzug, 1815 , bei einem Hüsären-Negimente, mit dem er in Paris einrücktc. Hier nahm er Urlaub, verweilte einige Zeit. bei seinem Bruder!M eyerbeer und trat mit diesem eine Reise nach England, Italien und Sicilien an. Bei der Rückkehr nach Berlin-verließ er den Militärdienst, auf Wunsch seines Vaters, der seine bedeutenden Fabrik- und anderen Geschäfte gern auf einen seiner Söhne übergehen lassen wollte, zumal zwei derselben sich schon den schönen Künsten und Wissenschäften völlig zugewandt hatten. B. benutzte darauf jede den Comptoir-Geschäften abgewonnene Mußestunde für die Erweiterung feiner Kenntnisse bei Universitä'ts- und andern Lehrern und begründete um diese Zeit auch seine später immer enger geschloffene wissenschaftliche Verbindung mit seinem Freunde dem Professor Dr. Mädl er in Berlin, aus der nachher selenographische Arbeiten hervorgingen, von denen sie damals noch keine Ahnung hatten. Den Impuls dazu gaben die denkwürdigen physikalischen Vorträge, welche Alex. v. Humboldt an der Berliner Universität vor zehn Jahren gehalten und von denen auch B. sich sehr angeregt fühlte. Mit den Elementen der höhern Mathesis und der Astronomie schon vertrauet, und jetzt durch Zufall in Besitz eines großen Fräuenhoferschen Fernrohrs gelangt, beschloß er mit M ädl er die Himmelskunde vorzugsweise zu kultiviren. Er begründete auf seiner Villa im bekannten Thiergarten Berlins eine (späterhin von Boguslawski im Jahresberichte der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur, Breslau 1836, näher beschriebene) kleine Sternwarte; Leide lagen nun fleißig den Beobachtungen ob, und schon ihre Erstlingsarbeit ״die physischen Beobach- Lungen des Mars in der Erdnähe i. I. 1830" erregte bedeutendes Aufsehen, die Pariser Akademie der Wisstnschaften nahm sic sehr beifällig auf und in Genf wurde

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