Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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270 werke, des Feldbaues und anderer achtbaren Beschäftigungen bei den Juden schon Vieles geleistet. *) In einem in der Zeitung für die elegante Welt, vom 30. Mai 1837, befindlichen interessanten Aussatze äußert der gelehrte und humane Herr Verfasser Seite 412, unter Anderm:-״Ich halte es an dem liebenswürdigen Bendemann für eine zaghafte-Schwäche, daß er in seinem Jeremias nicht die Größe des Prophetenzornes, sondern die Hinfälligkeit der elegischen Wehmuth malte. In den Juden vor Babylon war diese Seite des Judenthums schon zum Ausspruche gebracht: warum ist die Hand des Malers zu furchtsam, um der Welt den zürnenden Propheten vorzuhalten? Der Künstler hatte die Berechtigung, ja sogar die Aufgabe, sobald er einmal den Schmerz seines Volkes zum Thema wählte." Weit entfernt, uns über diesen Künstgegenstand irgend ein Ürtheil, von welcher Art es auch sei, anzümaßen, wollen wir nur in Betreff der Worte ״seines Volkes" bemerken, daß, abgesehen von Bendemann's Abstammung, dieser Ausdruck darum nicht ganz anwendbar ist, weil dieser berühmte Künstler, wie seine Eltern, sich schon längst von dem Israelitischen Glaubensvereine durch seinen Übertritt zur christlichen Kirche losgesagt hat. — Wie wir übrigens, ohne es verbürgen zu wollen, unlängst in Berlin vernommen, soll der verehrte Großonkel Bendemann's, der nun verstorbene gelehrte undkunstsinnigeDavidFriedtänder, ihm ursprünglich die Idee zur Ausführung dieses inDeurschland und Frankreich bewunderten und hochgeschätzten Kunstwerks mitgetheilt und ihn zur Ausführung derselben aufgemuntert haben. Hannover, den 11. Juli 1837: Am 10. d. M. ertheil- Len Se. Majestät der Deputation der Israelitischen Gemeinde, bestehend aus denHerrmOberland-Rabbiner01׳. Adler, Kriegs- Agent (Jakob Leffmann) Cohen, Hof-Agent Berend und Banquier Spanier Audienz, und empfingen dieselbe huldreich und gnädig. Der Oberland-Rabbiner vr-. Adler empfahl dem *) In Deßau, wo überhaupt so viel Gemeinnütziges für die Israeliten fortwährend gedeihet, besteht schon seit vielen Iahren — unter dem Namen Hum anitäts-Verein— ein ähnlicher, sehr zweckmäßiger Verein, welcher bereits ungemein viel Gutes gewirkt hat und fortbestehend viel Heilsames leistet. י - D. H.