Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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m — bei der nähern Anzeige obiger Schrift, völlig abgesehen von den jüdischen Verhältnissen in Sachsen, nur auf die Mittheilung desjenigen Theils derselben, welcher zugleich mehr ein allgemeines Interesse gewährt. Es ist nämlich bekannt, welches Staunen und welchen Unwillen bei Juden und Christen im Auslande vorzüglich jene wider alle, besonders spätere Erfahrung in Dresden ausgesprochene Behauptung erregt hat, daß die Erfahrung in allen Ländern gegen die Emancipirung der Juden spreche, und da der Herr vr. B e e r in der obigen Schrift diese gewagte Behauptung gründlich widerlegt: so mögen seine Worte auch hier in dem Sprechsaale der Israeliten vernommen und zugleich der Wahrheit dadurch gehuldigt werden. —- — ״Was ersteres Motiv betrifft (nämlich, daß die ungünstigen Erfahrungen gegen die den Juden in anderen Ländern gewährte Gleichstellung zeugen sollen!!), so gestatten wir uns hier die meisten europäischen Staaten einzeln durchzugehen, wo die Juden mehr oder minder emancipirt sind; es wird sich dann ergeben, inwiefern jenes Anführen wirklich begründet sei und ob überhaupt jene Erfahrungen, selbst wenn sie gegen die Juden sprächen, als Beweis gegen die Zweckmäßigkeit der Emancipation gelten, sondern nicht vielmehr im Gegentheil noch einen triftigem Grund für die Beschleunigung und Vervollständigung der Gleichstellung abgeben möchten. Werfen wir zuerst einen Blick auf England. Dort sind die Juden bereits seit längerer Zeit im Besitz aller bürgerlichen Rechte, bewohnen die betriebsamsten Städte des Landes, die Vermögenden haben großtentheils ausgebreitete Handelsgeschäfte; Einige sind Juristen, Andere Landwirthe, während die ärmere Klasse, durch wohlthätige Vereine unterstützt, Handwerke — mitunter schwere — und Ackerbau treibt. — Dieser zahlreichen Gerechtsame ungeachtet, verwenden sich die angesehensten Männer der